05.07.2013

„Jede Unterstützung für die Stadt beim Kampf für IKEA“

Der Wuppertaler CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Spiecker befürchtet, dass die rot-grüne Landesregierung die Stadt wieder einmal im Regen stehen lässt. Die Verabschiedung des Teilplans großflächiger Einzelhandel baut hohe Hürden auf bei der Realisierung des IKEA Homeparks.

SpieckerhellblauMit der hastigen, noch vor der Sommerpause durchgepeitschten Verabschiedung des „Teilplans großflächiger Einzelhandel“ des Landesentwicklungsplanes (LEP) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag sind die Hürden für die Realisierung des IKEA Homeparks in Nächstebreck wieder ein ganzes Stück höher geworden. „Erneut lässt die rot-grüne Landesregierung die Stadt Wuppertal vor die Wand laufen, weil sie mit der Verordnung die Ansiedlung von IKEA verhindern will. Damit hat sie endlich das geschafft, was sich seit Monaten abzeichnet: Die in Düsseldorf ungeliebten Pläne von IKEA und der Stadt gründlich zu durchkreuzen.“ Der Wuppertaler CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Spiecker macht keinen Hehl aus seiner Verärgerung über dieses Vorgehen von Rot-Grün. Er fragt sich auch, welchen Stellenwert die drei SPD-Abgeordneten aus dem Tal in ihrer Fraktion haben: „Haben Sie überhaupt gekämpft für die Pläne ihrer Heimatstadt? Oder mussten sie sich von den mächtigen Ruhrgebietsfürsten abbügeln lassen?“ Denn dass diese eine wesentlich größere Lobby in der SPD-Landtagsfraktion haben als die bergischen Vertreter, zeige die Tatsache, dass an einigen Standorten im Ruhrgebiet in den letzten Jahren großflächige Einkaufszentren mit Möbeln und eben auch den umstrittenen „innenstadtrelevanten Produkten“ genehmigt und gebaut wurden.

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Spiecker weiter: „Sollte sich durch die Verabschiedung des Teilplans großflächiger Einzelhandel in der kommenden Woche und die bisherige Verzögerungstaktik aus dem Regierungspräsidium abzeichnen, dass die Pläne von IKEA und dem Homepark drohen, die Wupper hinunter zu gehen, hat die Stadt meine volle Unterstützung, wenn sie den Klageweg beschreiten will. Wir müssen uns gegen eine Landesregierung zur Wehr setzen, die die siebtgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen offenbar am langen Arm verhungern lassen will.“

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Kommentare

  1. Andreas Schneider sagt:

    http://www.njuuz.de/beitrag21233.html

    Ihre eigene Fraktion hat doch auch für den neuen Teilplan gestimmt. Solche Artikel nennt man Heuchelei. Diese ganze Parteienpolemik auf njuuz ist anstrengend.

    1. Hallo Herr Schneider,

      herzlichen Dank für Ihre kritische Anmerkung!

      Die einen sagen „Polemik“, die anderen nennen es vielleicht „gesellschaftlichen Diskurs“. Wir denken, dass es der politischen Meinungsbildung dient, die Aussagen unserer Parlamentarier ungekürzt und unverändert lesen zu können. Womit – und diese Einschränkung gilt für alle Politiker – nicht notwendigerweise gesagt ist, dass diese Meinungsbildung immer in dem Sinne verläuft, die der jeweilige Autor beabsichtigt.

      Viele Grüße

      Georg Sander
      njuuz-Team

  2. E. v. Barnekow sagt:

    Lieber Herr Spiecker,

    Wie Ihnen wohl bekannt sein sollte ist der LEP nur die Spitze des Eisbergs, leider hat sich die Stadt durch viele andere Fehlplanungen massiv ins Aus manövriert.
    Sie sollten sich mal intensiv mit den Themen Verkehr und Umwelt auseinandersetzen und mit den Ressortleitern kommunizieren, dann würde auch Ihnen klar warum……

    Es kann ja auch kein Flugplatz im Werth genehmigt werden 🙂

    Die Reaktionen aus D.-dorf sind völlig normal und durchaus zu begrüßen, da nicht anders gehandelt werden kann.

    In diesem Sinne

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