Grüner Antrag beschlossen: Stadt öffnet Räume für kulturelle Schülerprojekte

Ein wichtiger Schritt für kulturelle Bildung und echte Teilhabe.

Der Kulturausschuss hat gestern den Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, Schulen ohne eigene Aula künftig kostenfrei geeignete städtische Räume für Aufführungen, Ausstellungen und Konzerte zur Verfügung zu stellen. Damit erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre künstlerischen Arbeiten öffentlich zu präsentieren – unbürokratisch, sichtbar und wertgeschätzt.

Einige Wuppertaler Schulen verfügen bislang über keinen geeigneten Veranstaltungsort, Lehrkräfte mussten bisher aufwändig nach möglichen Orten suchen, Finanzierungspläne erstellen und organisatorische Hürden überwinden. Dieser zusätzliche Aufwand ist unzumutbar und führte gleichzeitig oft dazu, dass Projekte nicht realisiert und gezeigt werden konnten. Mit dem Beschluss werden nun bestehende städtische Räume, etwa Verwaltungsgebäude oder öffentliche Kulturorte, gezielt für schulische Kulturarbeit geöffnet. Eine zentrale Ansprechperson in der Verwaltung wird die Vergabe koordinieren.

Janina Smits, kulturpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion: „Kunst bekommt Bedeutung erst dann, wenn sie gesehen wird. Unsere Schüler*innen leisten enorm viel, aber zu oft fehlt ihnen der Raum, es zu zeigen. Mit diesem Beschluss holen wir ihre Kreativität aus dem Klassenzimmer in die Stadtgesellschaft. Das stärkt Selbstbewusstsein, kulturelle Bildung und echte Teilhabe.“

Die Maßnahme verursacht kaum zusätzliche Kosten, schafft jedoch große Wirkung: Schulische Kultur wird sichtbar, Lehrkräfte werden entlastet und die Verbindung zwischen Schulen und Stadtgesellschaft gestärkt.

Dagmar Liste-Frinker, Bürgermeisterin: „Die Stadt hat Räume – unsere Schulen haben Ideen. Jetzt bringen wir beides zusammen. Wenn junge Menschen erleben, dass ihre Arbeiten in öffentlichen Gebäuden gezeigt werden, erfahren sie Anerkennung und Zugehörigkeit. Das ist gelebte Bildungspolitik und eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Mit dem Beschluss setzt die Grüne Ratsfraktion ein klares Signal: Kulturelle Bildung gehört nicht an den Rand des Schulalltags, sondern in die Mitte der Gesellschaft.

 

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