Gedenkveranstaltung zum Kriegsende und zur Befreiung vom Faschismus

am Freitag, 8. Mai 2026 um 17.00 Uhr, Friedhof Norrenberg, Theodor-Fontane-Str. 50, 42289 Wuppertal - unter Mitwirkung des Wuppertaler Friedensforums -

Foto der Gedenkveranstaltung aus einem Vorjahr mit Menschen am Gedenkstein und BlumenkränzenAnlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung von Krieg und NS-Regime laden wir ein zur traditionellen Mahn- und Gedenkveranstaltung an den Gräbern polnischer und russischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter:innen und Wuppertaler Bombenopfer auf dem Friedhof Norrenberg in Wuppertal-Heckinghausen.

81 Jahre nach der Befreiung von Krieg und Faschismus müssen wir in diesem Land feststellen, dass militärische Logik die politischen Entscheidungen stark mitbestimmt. Dies vor dem Hintergrund, dass diplomatische Konfliktlösungen im globalen Maße zu selten in Betracht gezogen werden. Stattdessen erleben wir gigantische Aufrüstungsprogramme und schauen besorgt auf die imperialistischen Großmachtsfantasien oder nationalistischen Bestrebungen vieler Staatschefs und Autokraten in dieser Welt. Oft werden dabei die internationalen Regeln der Charta der Vereinten Nationen vorsätzlich missachtet und gebrochen. Die dafür aufgewendeten Finanzmittel sind dabei lebenswichtigen Maßnahmen wie Bildung, Umweltschutz, Klimaschutz, notwendigen sozialen Erfordernissen und nicht zuletzt der Armutsbekämpfung weltweit entzogen. Oftmals sind Polarisierungs- und Spaltungstendenzen oder ein großer Vertrauensverlust gegenüber der Politik die Folge.

Am 8. Mai – dem Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus – erinnern und mahnen wir:

  • Unser Land verdankt der Befreiung von Krieg und Faschismus die demokratische Entwicklung

  • Grundlage dafür ist nach dem Grundgesetz „dem Frieden in der Welt zu dienen“ (Präambel)

  • Eine notwendige Verteidigungsfähigkeit darf nicht zu Militarismus und einer aggressiven „Kriegstüchtigkeit“ führen

  • Demokratie erfordert Frieden und Freiheit und damit die Fähigkeit zu gewaltfreier Konfliktlösung

  • Demokratie kann sich nur unter den Voraussetzungen gesellschaftlicher und sozialer Sicherheit gut fortentwickeln

  • Demokratie lebt von der Gleichberechtigung aller hier lebenden Menschen

  • Demokratie darf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus oder Geschlechterfeindlichkeit nicht dulden

 

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