Film-Trilogie in der Kulturschmiede: BRAND I am 31.8.

Auch in Wuppertal ist die aktuelle Dokumentationsreihe über das Rheinische Revier zu sehen: "Brand I - Vom Eigentum an Land und Wäldern" wird am 31.8. um 19 Uhr in der Kulturschmiede in W-Cronenberg gezeigt.

Vom Eigentum an Land und Wäldern

Wer die Medien in der letzten Woche verfolgt hat, weiß, dass sich die Ereignisse im Hambacher Wald derzeit überschlagen und die Wellen bis nach Berlin reichen – in die von der Bundesregierung eingesetzten Strukturwandel-Kommission, auch kurz: „Kohle-Kommission“. Der Film dokumentiert also ein sehr aktuelles Thema, das für die Energiewende in Deutschland richtungsweisend sein kann oder bereits ist.

Herzliche Einladung zu BRAND I

zum Film von Susanne Fasbender:

BRAND I Vom Eigentum an Land und Wäldern http://www.brandfilme.org

am 31.08.2018 um 19:00 (Enlass ab 18:30 Uhr)
in die Cronenberger Kulturschmiede, An der Hütte 3 – 42349 Wuppertal www.kulturschmiede-ev.de
Rheinisches Braunkohlerevier

Die Künstlerin Susanne Fasbender  bereiste das Rheinische Braunkohlenrevier und schuf ein mehrteiliges umfassendes Filmwerk, in dem sie die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau, Landnahme, Wirtschaftswachstum und Klimakrise auf beeindruckende Weise analytisch zu fassen weiss.

ökologische Krise

„Ein Film, der mit analytischen Mitteln den „Kern der ökologischen Krise“ namhaft macht, mit klug eingesetzten filmischen Mitteln die naturalen, sozialen und emotionalen Wirkungen dieser menschengemachten Katastrophe aufspürt und schließlich mit künstlerischen Mitteln das Ausmaß des unwiederbringlich Verlorenen vergegenwärtigt.“ (Dr. Frauke Tomczak)

Wirtschaft neu strukturieren

„Haben sie aufgehört nach Öl zu suchen? Nein. Haben sie aufgehört Rohstoffe in unberührten Naturgebieten zu fördern? Nein. Haben sie aufgehört Schieferöl zu gewinnen? Nein. Haben sie Fracking gestoppt? Nein. Sollten wir also irgendwas von der COP in Paris erwarten, das die Situation verändern wird? Nein. Weil niemand bereit ist sich mit der fossilen Energiewirtschaft anzulegen. Nein – weil, um wirklich ernsthaft etwas zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu bewirken ist es absolut essenziell, die Gesellschaft und die gesamte Wirtschaft neu zu strukturieren. Also entweder machen wir das Problem lächerlich und ignorieren es, oder wir nehmen es wirklich ernst.“  so Prof. Dr. Clive L. Spash in BRAND I.  Prof. Spash ist Herausgeber des internationalen Wissenschaftsjournals Environmental Values und des 2017 erschienenen Routledge Handbook of Ecological Economics, Nature and Society. Er lehrt Public Policy and Governance an der WU in Wien.

Die Künstlerin Susanne Fasbender und ihre Trilogie BRAND

„Die Trilogie BRAND ist ein wertvoller, umfassender Beitrag zur Umweltkrise. Soziale und ökologische Probleme produktiv zu verarbeiten und ihrem Verständnis durch systematische Strukturierung gerecht zu werden, um Wissensgrundlagen für mehr demokratische Partizipation zu vermitteln, dabei aber nicht auf ihre künstlerische Herkunft zu verzichten, bedarf einer Muße und einer Zeit, die sich die Autorin und Regisseurin dieses Filmwerks genommen hat.“  (Prof. Dr. Sabine Rollberg, ehem. Chefredakteurin ARTE)

Susanne Fasbender wird anwesend sein und gern mit uns ins Gespräch kommen.
Quelle/Kontakt: Oliver Wagner, Christine Nordmann info@kulturschmiede-ev.de

Eintritt kostenlos. Um Spende wird gebeten.

Die Filme Brand II und Brand III folgen.

Vertiefende Hintergrund-Infos
zum Rheinischen Revier, der Kohle-Kommission etc. folgen in einem weiteren njuuz-Artikel oder – mangels unmittelbarem lokalem Bezug – per Hinweis auf eine link-Sammlung.

Warum ein Kohle- und/oder Wald-Moratorium?

Fakt ist, dass – trotz noch anhängiger Rechtsmittel lgegen die RWE-Betriebserlaubnis Nr. 3 und drohender Enteignung eines BUND-Grundstücks im Tagebau Hambach –  nun rasch Fakten durch Rodung des Waldes geschaffen werden sollen, obwohl es auch maßgebliche Stimmen gibt, die dies zur Sicherung der Energieversorgung nicht mehr für erforderlich halten. Zudem ist die  Kohle-Kommission noch mitten im Entscheidungsprozess und denkt auch über Ortstermine in den deutschen Braunkohle-Revieren nach…

Was tun: selbst aktiv werden, z.B.

  • durch Unterzeichnung/Verbreitung des Campact-Aufrufs „Hambacher Wald: retten statt roden“, den BUND und Greenpeace angestoßen haben:

https://aktion.campact.de/kohleaus/hambach-appell/teilnehmen?utm_campaign=%2Fkohleaus%2F&utm_medium=recommendation&utm_source=rec-fb&utm_term=inside_flow

  • und/oder durch Teilnahme am Waldspaziergang im Hambacher Wald (am Braunkohle-Tagebau Hambach), der von Köln aus gut per S-Bahn und dann weiter zu Fuß oder per Rad zu erreichen ist: Informationen zu weiteren Waldspaziergängen gibt es hier: www.naturfuehrung.com

Der Naturführer und Waldpädagoge Michael hat inzwischen über 50 Touren durch den Wald gemacht und empfiehlt: …“kommt in den Hambacher Wald solange es noch geht, zeigt, dass Ihr der Vernichtung des Hambacher Forstes nicht tatenlos zusehen wollt. Im September gibt es gleich fünf (!) Sonntagsspaziergänge, an jedem Sonntag…    immer 11.30 Uhr, geplant ist der bekannte Treffpunkt am Kieswerk Collas. … Anmeldungen wie gehabt unter info@zobel-natur.de. Das war´s für heute, aktuell ist immer noch Polizei im Wald, wie übrigens an jedem Tag der vergangenen Woche,“…

weltweiter „Rise for Climate“-Klima-Aktionstag  am 8.9.2018

Auch Aktion/en beim weltweiten „Rise for Climate“ Klima-Aktionstag am Samstag, 8.9.2018 können für die Energiewende und Frieden Aktive unterstützen… Da dazu auch gut Aktionen mit lokalem Bezug vorstellbar sind, wird dazu definitiv ein weiterer njuuz-Artikel folgen.

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