FDP-Ratsfraktion: Stadtspitze bestätigt Sorge der Liberalen um den Denkmalschutz in Wuppertal

Die Stadtspitze bestätigt in der Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion, dass die Kürzungen der Denkmalpflegemittel durch die rot-grüne Landesregierung das Stadtbild nachhaltig negativ beeinflussen wird.

FDP-Fraktion Logo 4Die rot-grüne Landesregierung hat im März die Kürzung der Denkmalpflegemittel beschlossen. Aufgrund dessen fragte die FDP-Fraktion bei der Stadtverwaltung an, welche Auswirkungen dies auf die Denkmalpflege in Wuppertal habe. Jetzt liegen die Antworten vor und sind an Deutlichkeit kaum zu übertreffen: Die Kürzungen werden das Stadtbild nachhaltig negativ beeinflussen.

Jörn Suika, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal kritisiert die Mittelstreichung: „Aus der Antwort des Oberbürgermeisters geht hervor, dass durch die Mittelstreichung eine Motivation zur Sanierung von denkmalgeschützten Bauwerken nicht mehr gegeben und die Lösung denkmalpflegerischer Konflikte nicht mehr möglich sei. Das kommt einer Bankrotterklärung für den Denkmalschutz gleich.“

Die Liberalen haben in der Vergangenheit bereits darauf hingewiesen, dass Rot-Grün mit den Kürzungen eine bemerkenswerte Kurzsichtigkeit beweist, denn langfristig kommt der Stadt der Verfall von Baudenkmälern teuer zu stehen.

Suika: „Genau das wird nun durch die Antwort der Stadtspitze bestätigt. Wuppertals Stadtbild wird sich nachhaltig verändern, denn für die Sanierung von stadtbildprägenden Bauwerken wird es kein Geld mehr geben.“ In der Antwort heißt es:

„Hiervon werden besonders die in Wuppertal zahlreich vorhandenen und stadtbildprägenden Kirchen, Türme, Treppen, Mauern, nicht funktional notwendige Brücken, Denkmäler und Objekte mit größeren Bauschäden betroffen sein.“

Aus Sicht der FDP sind die Auswirkungen der Kürzungen fatal, denn bereits kleine Fördersummen bewirken schon Großes. Die Stadtspitze rechnet in der Antwort vor, dass bei einer Förderung von nur 25 Prozent der Gesamtkosten einer Maßnahme das 4-fache an Investitionsmittel erreicht wird. Somit würde die Streichung der Fördermittel auch qualifizierte Arbeitsplätze und Fachbetriebe in Wuppertal gefährden.

„Das Verhalten der rot-grünen Landesregierung ist völlig unverständlich. Sie verspielt durch die Streichung der Denkmalpflegemittel grob fahrlässig Vergangenheit und Zukunft unserer Städte und schon wieder trifft es Wuppertal besonders hart“, so Suika und ergänzt abschließend: „Die Liberalen fordern die rot-grüne Landesregierung auf, die Streichung zurückzunehmen, damit auch zukünftig Denkmalschutz gewährleistet werden kann.“

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