CDU-Fraktion: Gedenken – Bewusst machen – Identität stiften

Installation einer Bronzetafel zur Erinnerung an die erste nationalsozialistische Bücherverbrennung

Am 1.April 1933 inszenierten die Nationalsozialisten auf dem Rathausvorplatz in Barmen und am Döppersberg in Elberfeld öffentliche Bücherverbrennungen, die von Lehrern und Schülern der Wuppertaler Oberschulen vorbereitet und durchgeführt wurden. Die Stadtbibliothek Wuppertal war ab dem Frühjahr 1933 mehrmals Schauplatz nationalsozialistischer “Säuberungsaktionen”. Damit sollte die sogenannte “undeutsche” Literatur aus den Büchereibeständen “ausgemerzt” werden.

Zwischen dem 10. Mai und dem 21. Juni 1933 vernichtete das menschenverachtende Regime der Nationalsozialisten in einer großen Inszenierung in öffentlichen Bücherverbrennungen zehntausende Werke geächteter Autoren. Dies war der Auftakt einer noch nie da gewesenen Zerstörung eines ungeheuer großen geistigen und kulturellen Reichtums, es war der Anfang der Auslöschung jeglicher Meinungs- und Denkfreiheit.

Logo„Daher haben wir die Verwaltung beauftragt, die Installation einer Bronzetafel zur Erinnerung an die erste nationalsozialistische Bücherverbrennung im heutigen NRW auf dem Johannes-Rau-Platz in Wuppertal umzusetzen. Als besonders erfreulich, dass der Antrag auf eine absolute Mehrheit aller im Rat vertretenden Parteien stieß, sodass dies nun als starkes Zeichen aller demokratischen Fraktionen gegen die aufkeimende Fremdenfeindlichkeit darstellt“, so der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur Dr. Rolf Köster (CDU).

Um den Antrag zu realisieren, beteiligt sich die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft mit 3.000,00 €, die   AT Wegner-Gesellschaft mit 1.000,00 € und der Freundeskreis Beer Sheva mit 500,00 €.

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