Baumschutzsatzung bewährt sich

Über 350 Bäume gerettet – Nachpflanzung auf dem Rathausvorplatz beantragt

Die Baumschutzsatzung der Stadt zeigt nachhaltige Wirkung: Wie die Verwaltung in ihrem Bericht für die morgige Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit, Klima, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit darlegt, konnten im vergangenen Jahr mehr als 350 Bäume durch gezielte Maßnahmen vor der Fällung bewahrt oder lediglich maßvoll zurückgeschnitten werden. Gleichzeitig sichert ein gemeinsamer Antrag von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen die Nachpflanzung klimaresilienter Bäume auf dem Rathausvorplatz, nachdem dort gestern die alten Linden aufgrund von Standortsicherheitsrisiken gefällt werden mussten.

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„Die gestrigen Fällarbeiten auf dem Rathausvorplatz waren bedauerlich, aber unvermeidbar“, erklärt Ulrich T. Christenn, Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der Grünen „Ein Gutachten der Verwaltung hatte ergeben, dass die Wurzeln der Linden zu wenig Platz hatten und die Bäume daher nicht mehr standortsicher waren. Unser Antrag stellt sicher, dass der Platz nicht versiegelt wird und perspektivisch wieder schattenspendende Bäume wachsen können.“ Die Nachpflanzung auf dem Rathausvorplatz zeigt, dass wir Verantwortung übernehmen: Wo alte Bäume weichen müssen, schaffen wir Platz für neue, klimaresiliente Arten.“ Der Antrag wird in der morgigen Ausschusssitzung beraten.

Anja Liebert, Vorsitzende des Umweltausschusses, betont die Bedeutung der 2019 wieder eingeführten Baumschutzsatzung: „Bäume sind unverzichtbar für das Stadtklima – sie spenden Schatten, binden CO₂ und verbessern die Luftqualität. Die Baumschutzsatzung ist ein zentrales Instrument, um unseren urbanen Grünbestand zu sichern. Die positiven Zahlen des Verwaltungsberichts belegen, dass die Wiedereinführung der Satzung richtig war. Ohne sie wären zahlreiche Bäume ohne Ersatz gefällt worden. Dass nun über 350 Bäume gerettet und zusätzlich Ersatzpflanzungen vorgenommen wurden, ist ein großer Erfolg für den städtischen Klimaschutz.“

Hintergrund: Die Baumschutzsatzung wurde 2019 auf Initiative von CDU und Bündnis 90/Die Grünen wieder eingeführt. Sie regelt den Schutz von Bäumen ab einem bestimmten Stammumfang und sieht Ersatzpflanzungen vor, falls Fällungen genehmigt werden müssen.

 

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Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Wenn die Baumschutzsatzung auch für die Rathauslinden gilt, ist die Stadt zu Ersatzpflanzungen auf dem gleichen Grundstück verpflichtet.
    Wieviele Anträge von Fraktionen, die die Satzung selber eingeführt haben, werden dann zusätzlich benötigt?

    1. Uli Schmidt sagt:

      Nun eigentlich bedürfte es keinen Politischen Antrag mehr. Was es allerdings bedurft hätte, auch in Anbetracht des Haushaltes bzw. Haushaltsicherungskonzept welches heute fast ein Stunde vorgestellt wurde wären ganz andere Fragen gewesen. Die 5 Linden an gleicher stelle Neuzupflanzen wurde heute von Frau Berendes mit einer hohen 5 Stelligen Summe mal so eben in den raum geschmissen. Das wird dann aber noch dauern … Prüfungen und so weiter und so weiter. Schade das ich in diesen Ausschuss kein Rederecht habe…. theoretisch könnte zwar Anja ohne Probleme die Sitzung unterbrechen um ein indireketes Rederecht zu ermöglichen. Wird allerdings nicht passieren und ist heute auch nicht passiert. Dabei wäre es relativ schnell gegangen so wäre dann die Fragestellung gewesen “ Vielen Dank Frau Berendes für den Bericht, sehr schön das Sie sich die Mühe gemacht haben eine Power point Präsentattion vorzubereiten. Diese wird hoffentlich den RIS beigefügt. Nun aber zu ihren Aussagen. Sie haben schon gegenüber der Presse als aber hier gerade eingeräumt das einen Kronenrückschnitt der ungefähr 50% beinhalten sollte ausgereicht hätte um die tandsicherheit also die Verkehrssicherheit zu Geährleisten. Es ist zwar unstrittig das sowas zwar den habitus des baumes ( Aussehen) nicht unbedingt förderlich ist, jedoch wäre es eine Maßnahme die aus meiner Sicht dann innerhalb der Abwegung ermöglicht hätte mit den Bestands Bäume so lange Stadtbildprägend als aber auch Poistiv auf Stadtklima einzuwirken bis die weiteren Planungen und aber Finanzierung für die Ersatz Bäume und vorgestellt werden hätten können. “ Nun wie gesagt kein rederecht.

  2. Claudia Otte sagt:

    Baumschutzsatzung, dieser Beitrag ist lustig…

    Baumschutzsatzung geht der Stadt Wuppertal am Allerwertesten vorbei. Ein Gutachter der Verwaltung, natürlich, wer sonst.

  3. Uli Schmidt sagt:

    Das die Baumschutzsatzung in teilen wirkt ist unbestritten. Zumindest bei den Privatleuten scheint es angekommen zu sein, das es nur Ausnahmen in einen ganz engen Rahmen erteilt werden und zu vor eventuell noch mal jemand beratend drüber schaut. Nun so richtig ausführlich ist der Bericht allerdings jetzt auch nicht. Wie viele Bäume wurden den jetzt in Wuppertal gefällt? Das ist mal wieder ein Bericht wo vor allem das Wehklagen der Verwaltung über die viele Arbeit die zusätzlich anfällt heraus zu lesen ist. Dieser Satz finde ich persönlich sehr spannen “ Die Baumfällungen und Ersatzpflanzungen werden mittlerweile ausschließlich über das
    Kataster zur Baumschutzsatzung erfasst. Einfache Aussagen zu den Fällungen und
    Ersatzpflanzungen sind über WUNDA einsehbar. “ Wer oder was ist WUNDA und wie kann es kennengelernt werden? Es scheint ja amtliche Informationen zu geben die der Öffentlichkeit also auch durchaus der Politik die Gelegenheit geben könnten dieses dann auch mal anzuschauen. Nun über eine einfache Google Anfrage wird es keinen Treffer geben der dieses dann erfolgreich Anzeigt. Ich bin da mal gespannt ob heute eine Nachfrage an die Verwaltung gerichtet wird wo den dieses zu finden wäre. Ebenso spannend wäre wer den die Stadt selber überprüft wenn diese Bäume fällt. Zum einen überprüft ob ein Plan B zum Baumerhalt möglich gewesen wäre. Viel mehr aber auch ob die Ersatzpflanzugen auch durchgeführt wurden.

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