90 Jahre NS-Bücherverbrennung in Wuppertal:

1. April 1933 - 1. April 2023 - Nie vergessen! am Samstag, 1. April 2023 um 12 Uhr vor dem Rathaus Barmen Johannes Rau Platz / Ecke Werth, 42275 Wuppertal

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90 Jahre NS-Bücherverbrennung in Wuppertal: 1. April 1933 – 1. April 2023 – Nie vergessen!

Erinnern in Tönen und Texten

mit Bernd Kuschmann und Dörte Bald (Lesung),

Ulrich Klan (Moderation, Gesang) und Robert Dißelmeyer (Klavier)

am Samstag, 1. April 2023 um 12 Uhr vor dem Rathaus Barmen

Johannes Rau Platz / Ecke Werth, 42275 Wuppertal

 

Schon am 1. April 1933 gab es in Wuppertal öffentliche Bücherverbrennungen: Von braunen Lehrern aufgehetzte Schüler warfen am Brausenwerth in Elberfeld und vor dem Barmer Rathaus Bücher ins Feuer. Damit nahm man hier die reichsweiten Bücherverbrennungen vorweg, die das Nazi-Regime am 10. Mai in vielen Städten organisierte. Die Werke berühmter Autor*innen standen auch an der Wupper schon auf der Vernichtungsliste: Hier wurden sie vorauseilend verbrannt!

Gegen das Verschlafen der Erinnerung in Wuppertal:

Wir fordern endlich eine nachhaltige Erinnerungstafel vor dem Rathaus!

Bis heute fehlt vor dem Rathaus Wuppertal jede Erinnerung an dieses Verbrechen. Die Stadt steht in der Pflicht, hier öffentlich ein bleibendes Zeichen der Erinnerung zu setzen, wie es seit langem gefordert wird von der Armin T. Wegner-Gesellschaft, der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, der Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal und anderen. Dieses bleibende Zeichen wäre für die Stadt kostenfrei: Die bronzene Erinnerungstafel ist der Stadt als Schenkung engagierter Initiativen zugesagt. Die Tafel soll auf dem Johannes Rau Platz eingelassen werden und folgenden Text tragen:

Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“.

Heinrich Heine

Hass schachtelt ein, wie hoch die Flamme auch mag schlagen.“

Else Lasker-Schüler

Der Antisemitismus ist das Markenzeichen einer zurückgebliebenen Kultur.“

Friedrich Engels

 

Auf diesem Platz wurden am 1. April 1933 die ersten Bücher im heutigen NRW verbrannt. Was dann geschah, weiß man.

Wehret den Anfängen!

Aber noch immer geschieht – nichts! Die Stadtverwaltung hat den Jahrestag – verschlafen. Wer so mit Erinnerung „umgeht“, muss sich nicht wundern, wenn rechtsradikale Kräfte wachsen und das Unwissen junger Menschen ausnutzen.

Wir warnen ausdrücklich vor den Folgen, wenn Hass und Gewalt „vergessen“ bzw. verdrängt werden.

Im Mai 2023 jährt sich der mörderische, rechtsradikale Brandanschlag in Solingen zum 30. Mal. Und die Gewalt von rechts ist seitdem nicht geringer geworden – siehe die NSU-Mordserie oder die Anschläge von Hanau…

 

Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung“

Armin T. Wegner

 

Veranstalter: Armin T. Wegner Gesellschaft e.V. – www.armin-t-wegner.de – , Else Lasker-Schüler Gesellschaft e.V. und Verein zur Erforschung der Sozialen Bewegungen in Wuppertal e.V.

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