Mehr Tempo-30 in der Rudolfstraße

Barmer Grüne begrüßen ausdrücklich den einstimmigen BV-Beschluss zur Ergänzung und Verlängerung der Tempo-30-Regelungen im Straßenzug Loher Straße / Rudolfstraße
Im Sommer 2024 haben sich Anwohner der im Bereich der unteren Rudolfstraße anliegenden größeren Wohnanlage (Fotos) und ein weiterer Bürger mit Bezug auf das neue Troxlerhaus im oberen Teilstück der Rudolfstraße mit Bürgeranträgen an die Politik gewandt um zur Verbesserung der Verkehrssicherheit die Geschwindigkeit auf Tempo-30 zu reduzieren. Damit sollte auch der Verkehrslärm eingedämmt werden.
„Leider hat die Verwaltung den Vorstoß der Anwohnenden im Hinblick auf die damals gültige Rechtslage zunächst abgelehnt“, erinnert sich die stellvertretende Grüne Bezirksbürgermeisterin Franziska Truse.
Der Grüne Fraktionssprecher in der BV-Barmen Rainer Widmann bat aber in der Sitzung am 28. Mai 2024 um Vertagung und erneute kreative Prüfung der Verwaltung im Sinne der Bürger. „Wir wollten einfach gerne dem aus meiner Sicht berechtigten Bürgerwunsch folgen und konnten der Ablehnung der Verwaltung nicht zustimmen. Denn schon damals war mir die Überarbeitung der Verwaltungsvorschriften zur StVO bekannt, nach der geplant war, dass künftig einfacher Tempo-30-Strecken möglich sind,“ so Widmann. Das bewog die übrigen Bezirksvertreter dazu dem Vertagungsvorschlag und erneuter, kreativer Prüfung durch die Verwaltung einstimmig zuzustimmen.
Nun hat die Verwaltung der BV in der vergangenen Sitzung am 3. Februar einen neuen Vorschlag unterbreitet, der Tempo-30-Regelungen für die Rudolfstraße zwischen der Loher Brücke und dem Bereich Troxler Haus vorsieht . „Das finden wir sehr gut und es entspricht auch weitgehend dem, was wir im Mai 2024 angeregt haben,“ so das Grüne BV-Mitglied Axel Frevert.
„Ich hoffe sehr, dass die Verwaltung nun wie angekündigt, die Maßnahme zeitnah umsetzt, kostest dies doch nur 300 €, die für die Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Situation der Anwehenden gut investiertes Geld sind,“ so Widmann.
Dem Vorschlag ist auch der Ausschuss für Verkehr in seiner Sitzung am 10. Februar gefolgt, sodass die Umsetzung nun erfolgen kann.
Fotos: Rudolfstraße von Rainer Widmann
Rainer Widmann
Bezirksvertreter
Fraktionsvorsitzender von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
In der BV-Barmen
Weiter mit:
es gab zwei verschiedene Bürgeranträge 😉 https://ris.wuppertal.de/vo0050.asp?__kvonr=31560 Es ist erfreulich das etwas passiert.
Danke Ulrich Schmidt.
Eine Minute? Für den einzelnen Autofahrer / Busfahrgast(!) ist das nicht viel. Wenn der Zeitverlust tatsächlich 1 Minute beträgt, gehen demnach 15.000 Minuten, also 250 Stunden auf dem Streckenabschnitt verloren. In Arbeitszeit à 15 € / h gerechnet entspricht das einem volkswirtschaftlichen Schaden von 3750 €. Täglich.
Dagegen sind die Kosten von 300 € für die Maßnahme tatsächlich gering.
Ein Grundrecht auf schnelles Vorankommen im Verkehr gibt es nicht. Wohl aber das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, also hier konkret Lärrmschutz als Folgenminderung für die Anwohner und sicheres Queren der Fahrbahn für Fußgänger. Wir können gerne mal den Milliardenschaden gegenrechnen, den der Verkehr im Gesundheitswesen verursacht.
Sie kommen bei den Anwohnern der Rudolfstraße auf einen Gesundheitsschaden von über einer Milliarde €, weil dort bisher Tempo 50 statt Tempo 30 gefahren wird?
Die Rechnung interessiert mich.
Bitte fügen Sie auch die Rechnung hinzu, wenn dort in Zukunft Tempo 30 statt Schritttempo gefahren wird.
Herzlichen Dank für diese Klarstellung an Norbert Bernhardt.
Da keine Rechnung von Herrn Bernhardt mehr zu erwarten ist, stelle ich mal klar, dass die naheliegende Interessenabwägung zwischen Straßennutzern und antragstellenden Anwohnern an der Rudolfstraße scheinbar bisher nicht vorgekommen ist. Das wundert mich kaum noch. Über die undifferenzierte Antwort eines ehemaligen Verkehrsplaners bin ich aber etwas enttäuscht.
Nun ist man den Bürgerinteressen der antragstellenden Anwohner und der Grünen gefolgt. Für eine ausgewogene Einschätzung fehlen nur noch die Interessen der 15.000 Bürger, die die Rudolfstraße täglich als Hauptverkehrsstraße nutzen. Werden die nur noch von der kreativ prüfenden Verwaltung vertreten? Oder überhaupt nicht mehr?
Ja, das ist richtig und gut. Denn die Anwohnenden können nicht mal eben weg und für die Menschen im Auto ist es m.E. nicht zu viel verlangt, eine Minute mehr im trockenen und warmen Gefährt zu sitzen.