24.01.2023

Wie bespreche ich mit meinem Partner meine geheimen Wünsche?

Geheime, erotische Wünsche mit dem Partner zu teilen und diese mit ihm oder ihr zu besprechen, kann eine sehr große Herausforderung sein. Die Angst vor Ablehnung ist oft groß, im schlimmsten Fall könnte der andere die Wünsche vielleicht sogar als abstoßend empfinden, was Scham hervorrufen kann. So ist es gar nicht einfach, nicht nur den richtigen Zeitpunkt für ein solches Gespräch zu finden als auch den Mut dafür aufzubringen. Die gute Nachricht ist: Oft ist die Vorstellung, wie der andere reagieren könnte, viel schlimmer als die tatsächliche Reaktion. Gerade bei geheimen Wünschen gehen wir manchmal vom schlimmsten aus. Dabei ist ein offenes Gespräch meist das Einzige, was am Ende wirklich hilft und beide weiterbringt.

Wer sich ein Gespräch über geheime Wünsche erhofft, sollte aktiv werden ©Alexas_Fotos via pixabay

Geheime Wünsche offenbaren: Den richtigen Rahmen finden

Wer über seine geheimen Wünsche mit dem Partner sprechen möchte, sollte dafür den geeigneten Rahmen finden. Zwischen Tür und Angel oder nach einem besonders stressigen Arbeitstag ist ein solches Gespräch nicht zu empfehlen. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob die Wünsche sich vereinzelt auf den Einsatz bestimmter Spielzeuge, wie zum Beispiel Womanizer oder ähnlichem beziehen, oder ob ein grundsätzlicher Umschwung im Schlafzimmer gewünscht ist. Der richtige Zeitpunkt für das Gespräch ist entscheidend für die Offenheit des Partners. So ist es zum Beispiel eine gute Gelegenheit, im Urlaub darüber zu sprechen. Während eines Ortswechsels und einer entspannten gemeinsamen Zeit sind wir meist offener für Neues und Ungewohntes. So können auch geheime Wünsche in diesem Zusammenhang gut besprochen werden. Wer nicht auf den nächsten Urlaub warten will, sollte eine ähnlich entspannte Atmosphäre kreieren. So kann ein gemeinsamer Ausgehabend zu einem Gespräch einladen oder ein Wochenende, das zusammen verbracht wird. Es empfiehlt sich außerdem, für die Zeit des Gespräches die Handys auszustellen, denn ein solches Gespräch sollte nicht unterbrochen werden, da der Faden dann meist nicht mehr gut wiedergefunden wird und die volle Aufmerksamkeit des anderen gewünscht ist.

Geheime Wünsche offenbaren: Den richtigen Ton treffen

Wenn man beim Partner auf offene Ohren treffen will, so ist es auch wichtig, nicht nur den geeigneten Rahmen, sondern auch den richtigen Ton zu treffen. So sollte in jedem Fall kein Vorwurf mitschwingen, weil der andere die geheimen Bedürfnisse bisher nicht von selbst erkannt oder danach gefragt hat, wenn vielleicht schon einmal Andeutungen gemacht worden sind. Das bringt niemanden weiter. Wer sicher gehen will, den anderen nicht anzugreifen, sollte auf Ich-Botschaften achten. Dabei geht es darum, stets bei sich und seinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu bleiben. Wer dann auch noch positiv formuliert, der hat die besten Voraussetzungen für ein offenes Gespräch. Statt „Mich befriedigt unser erotisches Miteinander nicht“, sollte lieber eine positive Formulierung wie: „Ich wünsche mir mehr erotisches Beisammensein an ungewöhnlichen Orten“, gewählt werden. Nicht nur fühlt der Partner sich so nicht angegriffen, er oder sie weiß auch gleich worum es geht. Wird nur eine Verneinung gebraucht, so ist der andere nicht klüger als vorher. Er oder sie weiß nur, was nicht gewünscht wird. Das verunsichert und kann zu entsprechender Gegenwehr animieren. Schöner ist es, wenn einem gleich gesagt wird, wovon mehr gewünscht wird. Dann kann direkt darauf eingegangen werden und die Richtung ist klar, unabhängig davon, ob der andere sich dies auch wünscht.

Was tun bei Ablehnung?

Egal wie sorgfältig Zeitpunkt und Ton gewählt werden, es kann natürlich trotzdem zu einer Ablehnung der eigenen Wünsche kommen. Hiermit sollte sorgfältig umgegangen werden. Die Enttäuschung darf kommuniziert werden, aber auch hier sollte eine „Ich-Botschaft“ und kein Vorwurf im Raum stehen. Denn nicht immer passen die sexuellen Vorlieben zusammen. Wünscht sich der eine Erotik an ungewöhnlichen Orten, ist das für den anderen vielleicht nur Stress, weil er oder sie sich dann nicht entspannen kann. Genauso offen, wie man sich den Partner wünscht, sollte man bei dem Gespräch auch selbst sein.

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