Vom Spielfeld ins Rathaus

Seit zwei Jahren hat die Stadt Wuppertal mit Dr. Sandra Zeh eine Dezernentin für Personal, Digitalisierung und Wirtschaft. In der Reihe "Portrait" der Gemeinde Cronenberg-Küllenhahn gibt sie am Freitag (17.04.) Einblicke in ihren Job und ihr Leben.


Seit zwei Jahren hat die Stadt Wuppertal mit Dr. Sandra Zeh eine Dezernentin für Personal, Digitalisierung und Wirtschaft. In der Reihe „Portrait“ der Gemeinde Cronenberg-Küllenhahn gibt sie am Freitag (17.04.) Einblicke in ihren Job und ihr Leben.

Knapp 500 Mitarbeitende gehören zum Ressort der Wuppertaler Dezernentin Sandra Zeh – eine große Aufgabe für die 48-jährige Juristin, die die Stadtverwaltung digitaler und zukunftsfähig machen soll. Bis zum Jahr 2027 scheiden rund 1.000 Fachkräfte – meist aus Alternsgründen – aus. Nachwuchs muss gewonnen werden. Die Verwaltung will sich laut Zeh für Quereinsteiger öffnen und für ihre eigenen Mitarbeitenden attraktiv bleiben.

Auch die Digitalisierung ist eine Herausforderung. „Da sind wir fachlich gut aufgestellt, könnten aber eigentlich mehr und auch schneller mehr“, sagt die Dezernentin im Interview mit der Wuppertaler Rundschau. Am Freitag (17.14.) stellt sie sich um 19.30 Uhr in der Reihe „Portrait“ der Gemeinde Cronenberg-Küllenhahn den Fragen der beiden Moderatoren Prof. Dr. Martin Fleuß und Martin Probach im Gemeindehaus Küllenhahn (Nesselbergstraße 16).

Von der Leistungssportlerin zur Dezernentin

Sandra Zeh wurde 1978 in Duisburg geboren. Sie wuchs als einziges Kind ihrer Eltern in einem Mehrgenerationenhaushalt in ihrer Geburtsstadt auf. Bereits in ihrer Jugend hat sie Handball als Leistungssport betrieben, eine Sportart, der sie noch heute verbunden ist.

Und aus dem sie auch Fähigkeiten für ihren Job als Dezernentin mitbringt, wie sie betont: „Ich war ja meistens Spielmacherin, da braucht man genau wie als Dezernentin strategisches Denken, viel Teamgeist und einen langen Atem. Man lernt natürlich auch, mit Rückschlägen umzugehen und Spielertypen mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen passend einzusetzen.“

Juristin, Anwältin und Geschäftsführerin

Nach ihrem Abitur studierte Sandra Zeh Rechtswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und arbeitete zunächst als Fachanwältin für Arbeitsrecht. Nach ihrer Promotion wechselte sie zu den Wirtschaftsbetrieben Duisburg, einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Dort arbeitete sie 14 Jahre, zuletzt war sie Geschäftsführerin der Servicebetriebe Duisburg GmbH.

Im Jahr 2019 wechselte sie zur Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH, danach zur Johanniter GmbH. Ihre langjährig gesammelten Erfahrungen in den Bereichen Personalwesen, Unternehmenssteuerung und Digitalisierung von Prozessen prädestinierte Sandra Zeh, die auch als Mediatorin ausgebildet ist, für die Tätigkeit als Leiterin des Geschäftsbereichs 5 der Stadt Wuppertal. Am 1. Januar 2024 trat sie ihr Amt an. Einer Partei gehört sie nicht an.

Oft die erste und einzige Frau in der Leitung

Nach 17 Jahren ist mit ihr wieder eine Frau im Wuppertaler Verwaltungsvorstand. Zur Verwaltung der Stadt gehören etwa 5.500 Mitarbeitende. Rechnet man die Tochterunternehmen der Stadt hinzu, sind es mehr als 7.000 Beschäftigte, für die Sandra Zeh nun mitverantwortlich ist. Für sie sei das nichts Neues, betont sie.

„Ich war oft die erste oder die einzige Frau auf meiner Hierarchieebene. Allerdings habe ich sehr gute Erfahrungen mit heterogenen Teams gemacht.“

Text: Gemeinde/Sabine Damaschke
Foto: SPD Wuppertal

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