Spenden für den Kampf gegen Hunger

Für Brot für die Welt haben 2025 mehr Menschen gespendet. Gleichzeitig zieht die Bundesregierung sich stark aus der Entwicklungszusammenarbeit und damit aus dem internationalen Kampf gegen Hunger zurück, kritisiert das Hilfswerk.

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Für „Brot für die Welt“ haben 2025 bundesweit mehr Menschen gespendet. Gleichzeitig zieht die Bundesregierung sich stärker aus der Entwicklungszusammenarbeit zurück. Mit negativen Folgen für den internationalen Kampf gegen Hunger, wie das Hilfswerk kritisiert.

„Brot für die Welt“ hat die Bundesregierung mit Blick auf 645 Millionen hungernde Menschen weltweit zu mehr Verlässlichkeit bei der Entwicklungszusammenarbeit aufgerufen. Verschärft durch geopolitische Krisen wie den Iran-Krieg drohe derzeit „die dritte Ernährungskrise innerhalb von sechs Jahren“, sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Dagmar Pruin, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2025. Doch anstatt krisensichere Ernährungssysteme durch Lösungsansätze wie die Agrarökologie konsequent zu fördern, sei die deutsche Entwicklungspolitik von weiteren Kürzungen betroffen.

„Brot für die Welt“ hat dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr 72,6 Millionen Euro Spenden und Kollekten gesammelt – davon kamen gut 7,7 Millionen Euro aus der Evangelischen Kirche im Rheinland, 5,6 Millionen Euro aus der Evangelischen Kirche von Westfalen und fast 400.000 Euro aus der Lippischen Landeskirche. Im Jahr 2024 lag die Gesamtspendensumme mit 73,9 Millionen Euro mehr als eine Million Euro höher.

341 Millionen Euro für die Entwicklungsarbeit

„Menschen in Not zu helfen, gehört elementar zu unserem christlichen Glauben. Ich danke herzlich allen Spender:innen, ihre Gaben retten Leben. Besonders jetzt, da in Deutschland wie international bei der Entwicklungszusammenarbeit gekürzt wird, ist jede Spende ein wichtiges Zeichen der Hoffnung – über alle Grenzen hinweg“, betonte Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Aus der rheinischen Kirche ging die Spenden- und Kollekteneinnahme im Vergleich zu 2024 um rund 2,6 Millionen Euro zurück, in der Lippischen Landeskirche um rund 1.000 Euro, wohingegen sie in der westfälischen Kirche um rund 900.000 Euro stieg. Zu den Spenden- und Kollekteneinnahmen von „Brot für die Welt“ kämen kirchliche und Bundesmittel hinzu, hieß es. Insgesamt standen im Jahr 2025 den Angaben zufolge 341,7 Millionen Euro für die Entwicklungsarbeit zur Verfügung. 2024 waren es 332 Millionen Euro.

Hilfe zur Selbsthilfe in 77 Ländern

Mit dem Geld unterstützte das Hilfswerk weltweit 3.000 Projekte, hauptsächlich in Afrika und Asien. 293,9 Millionen Euro seien in Programme zur Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung geflossen. Rund 10,2 Prozent der Einnahmen seien für Werbe- und Verwaltungsaufgaben ausgegeben worden.

„Brot für die Welt“ setzt sich eigenen Angaben zufolge als Nichtregierungsorganisation für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht das Werk in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.

Text: Brot für die Welt/epd
Foto: Brot für die Welt

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