Solidarität in schweren Zeiten

Der Freundeskreis Be’er Sheva steht in engem Kontakt mit Partnern in Israel. Nach einem Raketenangriff mit Verletzten bleibt die Lage angespannt - Solidaritätsbekundungen aus Wuppertal sind beim Oberbürgermeister der Stadt angekommen.

Oberbürgermeister Ruvik Danilovich in Be’er Sheva (links) mit Arno Gerlach in seinem Dienstzimmer. (Archivfoto: Shanie Ora Doran)

Der Freundeskreis Be’er Sheva steht in engem Kontakt mit Partnern in Israel. Nach einem Raketenangriff mit Verletzten bleibt die Lage angespannt – Solidaritätsbekundungen aus Wuppertal sind angekommen.

Mit großer Sorge verfolgt der Freundeskreis Be’er Sheva (FKBS) um seinen Vorsitzenden Arno Gerlach die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten – und besonders die Lage in Wuppertals Partnerstadt Be’er Sheva im Süden Israels. Seit über 45 Jahren setzt sich Gerlach mit dem Freundeskreis für enge Beziehungen zu der israelischen Stadt Beer Sheva und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die Versöhnung von Christen und Juden ein.

„In Be’er Sheva hält der Ausnahmezustand weiterhin an“, berichtet Arno Gerlach. Schulen, Kindergärten, die Universität sowie sämtliche öffentlichen Bildungseinrichtungen blieben geschlossen. „Wo es möglich ist, wird der Unterricht digital fortgeführt – etwa über Zoom oder andere Online-Formate.“

Alltägliche Angst vor Raketenangriffen

Auch das größte Krankenhaus und Gesundheitszentrum der südlichen Region Israels, das Soroka Medical Center in Be’er Sheva, hat laut Gerlach frühzeitig umfangreiche Schutzmaßnahmen getroffen. Bereits kurz vor dem iranischen Raketenangriff auf die Stadt wurde ein großer Teil der Patienten vorsorglich aus den Stationen in die weitläufige Tiefgarage verlegt, die kurzfristig als provisorisches Krankenhaus eingerichtet wurde.

Am Montag traf eine ballistische Rakete ein achtstöckiges Wohnhaus und weitere Gebäude in der Umgebung. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden dabei 19 Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Mehrere Häuser in der Nähe wurden schwer beschädigt oder vollständig zerstört, in weiten Teilen des Viertels entstanden erhebliche Verwüstungen.

Dem Frieden verpflichtet

In einem Schreiben hat der Freundeskreis Be’er Sheva seine Solidarität mit der Partnerstadt bekundet. Darauf antwortete der Bürgermeister von Be’er Sheva, Ruvik Danilovich, persönlich und bedankte sich für die Gebete, Unterstützung und Solidarität aus der Partnerstadt. Sie bedeute ihm und den Menschen aus Be‘er Sheva in diesen schwierigen Zeiten sehr viel.

Arno Gerlach betont: „Als Freundeskreis Be’er Sheva sind wir im Geiste unserer Arbeit dem Frieden im Kleinen wie im Großen verpflichtet. Und so auch der aktiven und ideellen Fürsorge für alle unschuldig leidenden Menschen. Unsere Gedanken und Anteilnahme sind bei den Menschen in Israel. Aber auch bei denen, die sich im Iran gegen das Unrechtsregime der Mullahs wehren und um Freiheit und Menschenrechte kämpfen.“

Text und Foto: FKBS
Redaktion: Sabine Damaschke

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