„Gamechanger“: Mehr Mobilität dank Rollstuhl-Fahrrad

Durch eine Förderung der „Aktion Mensch“ wurde die Idee nun Realität: Seit einigen Wochen radeln die ehrenamtlichen Fahrer mit einem Pedelec durch Cronenberg, das vorne einen Rollstuhl aufnehmen kann.

Sie sind aus dem Stadtbild Wuppertals eigentlich nicht mehr wegzudenken: die Fahrrad-Rikschas des Nachbarschaftsheim in Elberfeld. Stadtweit 35 Ehrenamtliche, davon sieben in Cronenberg, treten kräftig in die Pedale, um Senioren und in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen von A nach B zu befördern, eine Runde durch den Stadtteil zu fahren und so Teilhabe zu ermöglichen.

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Das neue Rollstuhl-Fahrrad ist auch auf der Sambatrasse in Cronenberg unterwegs. Das neue Rollstuhl-Fahrrad ist auch auf der Sambatrasse in Cronenberg unterwegs. ©Marcus Müller / Lebenshilfe Wuppertal

Seit über einem Jahr gibt es die Senioren-Rikschas auch in Cronenberg, wo die Lebenshilfe Wuppertal mit ihren Werk- und Wohnstätten beheimatet ist. Aber: „Einen Rollstuhl nutzende Menschen waren bislang bei den Rikscha-Fahrten außen vor“, berichtet Manuela Salem vom Nachbarschaftsheim Wuppertal. In einem Telefonat begeisterte sie Lebenshilfe-Geschäftsführer Stefan Pauls von der Idee, ein Rollstuhl-Fahrrad anzuschaffen.

Dank einer Förderung durch die „Aktion Mensch“ wurde die Idee nun Realität: Seit einigen Wochen radeln die ehrenamtlichen Fahrer mit einem Pedelec durch Cronenberg, das vorne einen Rollstuhl aufnehmen kann. Dieses Gefährt ist das nunmehr zweite in Wuppertal und in den Lebenshilfe-Werkstätten an der Hauptstraße stationiert. „Das ist ein totaler Gamechanger“, freut sich Salem über die Kooperation mit der Lebenshilfe.

Eine Förderung der „Aktion Mensch“ ermöglichte die Anschaffung des neuen Rollstuhl-Fahrrads.Eine Förderung der „Aktion Mensch“ ermöglichte die Anschaffung des neuen Rollstuhl-Fahrrads. ©Marcus Müller / Lebenshilfe Wuppertal

Angedacht ist übrigens auch, dass Lebenshilfe-Fachkräfte einen entsprechenden „Führerschein“ für das Fahrrad machen, um damit Mitarbeiter und Bewohner durch Cronenberg zu fahren, wie Geschäftsführer Stefan Pauls betont: „Das ist eine tolle Sache, die unseren Klienten eine bessere Mobilität ermöglicht.“

Wer einen Rollstuhl nutzt und ei­ne Fahrt mit dem neuen Lebenshilfe-Fahrrad unternehmen möchte, der kann sich unter der Telefonnummer 02 02 / 24 51 924 oder auch per E-Mail an radeln@nachbarschaftsheim-wuppertal.de beim Nachbarschaftsheim melden.

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