04.03.2026evangelisch wuppertal
Die Last der Frauen in Nigeria
Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. 2026 rückt die Situation der Frauen in Nigeria in den Fokus.

Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. 2026 rückt die Situation der Frauen in Nigeria in den Fokus.
In Nigeria sind es vor allem Frauen, die von klein auf lernen, Lasten auf ihrem Kopf zu tragen. Geübte Trägerinnen schaffen es, bis zu 20 Prozent ihres eigenen Körpergewichts auf dem Kopf zu platzieren. Eine alte Tradition, die noch heute in vielen afrikanischen Ländern dort angewendet wird, wo Fahrzeuge oder Lasttiere fehlen.
Passend dazu hat der diesjährige Weltgebetstag der Frauen das Motto „Kommt! Bringt eure Last“ ausgewählt, angelehnt an die Bibelstellte in Matthäus 11,28-30. Um die Frauen in Nigeria, ihre Lasten, Freuden und ihren Glauben soll es gehen. Sie stehen im Mittelpunkt, wenn am Freitag (06.03.) Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag feiern.
Ungleiche Verteilung von Reichtum und Macht
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der „afrikanische Riese“ über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlich geprägten Süden.
Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3 Prozent sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken.

Ihr Glaube und die Gemeinschaft im Gottesdienst gibt vielen Frauen aus Nigeria Halt.
Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.
Hoffnung und Stärke durch Gemeinschaft
Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Davon berichten christliche Frauen aus Nigeria am Weltgebetstag – in Gebeten, Liedern und Lebensgeschichten. Sie erzählen vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.
So erzählt Beatrice, die im Alter von 28 Jahren Witwe wurde, wie schwer es für sie ist, alleine für ihre drei kleinen Kinder zu sorgen und deren Schulgeld zu finanzieren. In ihrer Kirchengemeinde hat sie sich mit anderen Witwen zusammengeschlossen und engagiert sich in Hilfsprogrammen, die die alleinstehenden Frauen mit Kleidung, Reis und Geld unterstützen. „Es ist kein leichter Weg mit Glauben und Gemeinschaft finden wir die Kraft, weiterzumachen“, erzählt Beatrice im Ähnliche Beiträge:
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen