17.12.2020

Helge Lindh: Zweiter Runder Tisch Amateurmusik mit Wuppertaler Beteiligung

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh veranstaltete am 16.12.2020 in Kooperation mit dem Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) bereits zum zweiten Mal einen Runden Tisch Amateurmusik.

Helge LindhHelge Lindh ©SPD-Parteivorstand/ Susie Knoll

Insgesamt nahmen über 70 Vertreter*innen verschiedener Chor- und Orchesterverbände sowie interessierte Amateurmusiker*innen an der Online-Veranstaltung teil.

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Der Fokus des 2. Runden Tisches lag auf der Vorstellung des Kompetenznetzwerkes Amateurmusik, welches aus Mitteln von „Neustart Kultur“ finanziert wird und die ehrenamtlichen Strukturen im Amateurmusikbereich bei der Beratung zum Thema Covid-19 unterstützen soll.

Helge Lindh sagte zur Veranstaltung:

„Die Amateurmusikszene ist gleichermaßen ein kulturelles Welterbe Deutschlands wie auch eine Säule des Ehrenamtes schlechthin. Überall in Deutschland, aber gerade in Corona-Hotspots wie Wuppertal hat die Szene massiv unter ausfallenden Proben und Konzerten, einem weitgehend stillgelegten Vereinsleben und sinkenden Einnahmen zu kämpfen. Deshalb hat es mich gefreut, dass auch einige Vertreter*innen Wuppertaler Vereine zu Gast waren, um die Situation aus erster Hand zu schildern. Gerade in der Krisenzeit brauchen wir nämlich die Musik. Singen und Musizieren ist wie eine Umgarnung mit Klängen. Hierfür brauchen wir Räume und Möglichkeiten, um unter sicheren Bedingungen musikalisch aktiv zu werden. Für die künftige Arbeit ist es wichtig, unter Berücksichtigung des aktuellen wissenschaftlichen Standes, klare politische Leitlinien in Bezug auf Lüftung, Abstände und Personenzahlen zu erarbeiten. Verlässlichkeit ist für Amateurmusiker*innen ein entscheidendes Kriterium, um planen zu können. Hierzu bedarf es auch einer besseren Abstimmung der Ebenen Bund, Länder und Kommunen. Darüber hinaus gilt es, Raumnutzungskonzepte zu entwickeln und Räume, wie zum Beispiel große Hallen und Kirchen, für Proben und Auftritte zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig zeigt die Pandemie auch die Schwächen der aktuellen Förderstrukturen im Bereich der Amateurmusik. Die Bundesfinanzierung eines Kompetenznetzwerkes von Amateurmusik ist unabdingbar. Dies gilt es zum einem fortzuschreiben, zum anderen brauchen wir dringend eine Reform der bestehenden Fördersysteme hin zu einer dauerhaften starken strukturellen Förderung. Der Runde Tisch Amateurmusik bietet eine gute Möglichkeit, um entsprechende Vorschläge und Forderungen gemeinsam mit Vertreter*innen der Amateurmusiklandschaft zu erarbeiten.

Auch Dr. Stefan Donath und Lorenz Overbeck vom Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) sehen den Runden Tisch Amateurmusik als Bereicherung an:

„Der Bundesmusikverband freut sich über die enge Zusammenarbeit mit Herrn Lindh und das rege Interesse der Politik an den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Amateurmusik. Gerade angesichts der massiven Einschränkungen durch Corona ist es überaus ermutigend einen engagierten Kulturpolitiker mit an Bord zu haben, dem in der aktuellen Krisen-Situation die besonderen Belange der Amateurmusikszene ein besonderes Anliegen sind. Der Runde Tisch ist ein hervorragendes und zukunftsweisendes Format, um sich in beiderlei Richtung hin auszutauschen.“

Der Runde Tisch wird in regelmäßigen Abständen weiter durchgeführt. Interessierte können sich für weitere Informationen an helge.lindh@bundestag.de wenden.

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