25.01.2026Rüdiger Blaschke
Gesslerhüte sollten wir nicht grüßen!
Wie die Nennung des legendären Eüttlischurs nahelegt, hat der Gesslerhut etwas mit der Gründung der Schweiz durch die drei Urkantone zu tun. Der Abwehr des Unterjochungsversuchs der Habsburger. Bei Wikipedia steht:
„Ein Gesslerhut ist redensartlich eine Einrichtung, deren einzig sinnfälliger Zweck die öffentliche Erzwingung untertänigen Verhaltens ist.
Im ersten Akt von Friedrich Schillers Wilhelm Tell wird dargestellt, wie der legendenhafte Gessler, der bei Schiller den Vornamen «Hermann» trägt, in Altdorf einen Hut aufstellen liess, den jeder Vorbeikommende zu grüssen hatte.“
Die Geschichte der Unterejochung bisher Freier ist lang., und wir scheinen in ein neues Stadium einzutreten. Die glpbalen Mittelmächte scheinen in Gefahr zu sein, von einer kleinen Zahl vpn Supermächten unterjocht zu werden. In seiner Rede auf dem Weltwitzschftsgipfel 2026 in Davos rief der kanadische Regierungschef Marl Carney die Mittelmächte dazu auf, sich zusammenzutun, um ihre Freiheit und ihre Werte zu verteidigen. Ein historishces Beispiel dafür, dass sicg machtlos Erscheinende erfolgreich gegen Unterjochung gewehrt haben, ist die Gründung der Schweiz. Zu ihrer Gründingslegende gehört der Rüttlischwur als gegenseitiger Treueeid der Grüner. Bei Schuiler liest sich das so:
„Am Ende der Versammlung auf dem Rütli sagt der Pfarrer Rösselmann (eine von Schiller eingeführte Figur): «Lasst uns den Eid des neuen Bundes schwören» und spricht die Eidformel vor. Ihr Wortlaut wurde in der Schweizer Nationalromantik fast sprichwörtlich:
Wir wollen sein ein einzig[12] Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.“
Die Eidgenossen konnten sich noch nicht uaf Menschenrechte mit einem scheinbar naturgesetzlichen Charakter berufen. Angesichts der Gesetzlosigkiet der Mächtigen hätte das wohl auch nichts genützt. So wenig wie den heutigen Mittelmächten im Umgang mit Donald Trump und anderen wie Wladimir Putin.
Unerwartet sind Themen der Schilleschen Dramen wieder aktuekk geworden. Nicht als tote Bildungsgüter, sondern als Anstoß zur Neubsinnung, zur Bewusstseinsänderung. Die jungen Generationen wachsen in einem „falschen Bewusstsein“ heran. Es fehl das Bewusstsein, dass kulturelle Errungenschaften nicht in Stein gemeißelt sind, sondern ihr Erhalt imme wieder erkämpft werden muss.
In der aktuellen weltpolitischen Situation wäre es eigentlich Teil des Bildungsauftrags der Wuppertaler Bühnen sein, Diskussionen über Themen anzustoßen, um die es in Schiller’schen Dramen geht.
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