Wuppertal und das Bergische zählen Gartenvögel

Vom 08. - 10. Mai werden wieder Gartenvögel gezählt, hoffentlich auch in bergischen Gärten und Parks.

Gegen Langeweile von Kindern und Erwachsenen hat die Natur-Schule Grund einen tollen Naturerlebnis-Tipp:
Wie wäre es mal damit, Vögel zu beobachten? Da bietet sich u.a. die kommende Woche an, denn dann ist von Freitag bis zum folgenden Sonntag (08.05. bis 10.05., Muttertag) wieder die „Stunde der Gartenvögel“ angesagt.
Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: „Der Vorteil ist, dass Vogelbeobachtung während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch in einer Parkanlage. Jetzt in der Brutzeit gibt es besonders viel zu sehen.“
Leider, so der Biologe, können heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen.

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Warum also nicht „mal gucken“ und gemeinsam mit Spaß lernen? Und wer einmal Erfahrung gesammelt hat, kann daraus ein längerfristiges Projekt für Frühjahr und Sommer machen. Anleitungen für die Zählung zur „Stunde der Gartenvögel“ gibt es beim Naturschutzbund im Internet unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/index.html; die Methode kann natürlich auch außerhalb der dreitägigen Aktion genutzt werden.

Grünspecht bei der AmeisensucheGrünspecht bei der Ameisensuche ©Stefanie und Ingo Barzen / Natur-Schule Grund

Der Experte weist darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang möglicherweise gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem Raum aufzuhalten, damit die Vögel den sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen; das Raumlicht sollte dabei aus sein.
Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden.

Für weniger erfahrene Beobachtende ist sicher eine Bestimmungshilfe sinnvoll, entweder als Buch, über einschlägige Internetseiten oder aber mit einer App für das Smartphone (z.B. vom Naturschutzbund NABU, https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/spiele-apps-klingeltoene/vogelwelt.html).
Vielfältige Hinweise zu den Grundlagen der Vogelbestimmung bietet ebenfalls der NABU, z.B. unter https://vogeltrainer.nabu.de/gartenvoegel/

Wer mag, kann bereits am langen Wochenende 01. – 03.05. für die Aktion zwischen dem 08. und 10. Mai „trainieren“.
Dabei geht es vor allem darum, die wahre Zahl der Vögel zu erkennen und nicht darauf reinzufallen, wenn ein- und dieselbe Meise innerhalb einer Stunde dreißigmal hin- und hergeflogen ist. Dann ist es nämlich immer noch nur eine Meise.

Da in den vergangenen Jahren auch in den Bergischen Großstädten und den umliegenden Städten immer weniger Vögel in Gärten gezählt wurden, wird es besonders interessant sein, vor allem die Anzahl dieser Arten im Städtedreieck zu erfahren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass eine große Zahl von Beobachtungen aus Remscheid, Solingen, Wuppertal und den umliegenden Städten zusammenkommt, um aussagefähige Zahlen zu ermitteln.
Diese Zahlen für alle Vogelarten sollen an den NABU gemeldet werden. Wie es geht, dazu gibt es zahlreiche Informationen auf den genannten Internet-Seiten.

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