Sicherheit geht vor: Stadt muss Bäume fällen

Sicherheit geht vor: Wenn Bäume nicht mehr standsicher sind und ein Risiko darstellen, muss die Stadt die Fällung anordnen. Insgesamt müssen im Laufe dieses Jahres etwa 300 Bäume im Stadtgebiet gefällt werden.

Foto: C.Otte

Der Klimawandel geht nicht spurlos an der heimischen Flora vorbei. So hat die Trockenheit der vergangenen Jahre den Bäumen zugesetzt, hinzu kommen Pilzbefall und Fäulnis. Sind die Bäume erst einmal geschwächt, haben Parasiten leichtes Spiel und können sich Krankheiten ausbreiten. Befallene Bäume sind dann nicht mehr standsicher und stellen eine akute Gefahr für Passantinnen und Passanten sowie für den Straßen- und Gehwegbereich dar.

Aktuelle Stellenangebote:

Mirker Hain sehr betroffen

Besonders betroffen ist Uellendahl-Katernberg mit dem Mirker Hain. Auch an der August-Bebel-Straße, Auf der Nüll und im Kaiser Wilhelm Hain müssen Bäume fallen. In Elberfeld wird im Deweerth’schen Garten und im St. Anna Wald gefällt. In Barmen sind der Nordpark und die Bendahler Straße betroffen, in Ronsdorf die Parkstraße. In Elberfeld-West müssen im Krummacher Wald und am Otto-Hausmann-Ring Bäume weichen. Wenn die Bäume eine Gefährdung darstellen, dürfen sie auch außerhalb der Vogelschutzzeit entnommen werden, also auch nach dem 1. März.

Langfristig Grün erhalten

Die Fällungen erfolgen nach sorgfältiger Prüfung alternativer Maßnahmen wie standortgerechten Ersatzpflanzungen oder Nachpflanzungen an geeigneten Standorten. Begleitend werden Monitoring- und Ersatzpflanzungspläne vorbereitet, um langfristig die Grünstruktur und Biodiversität in Wuppertal zu sichern.

Quelle: Stadt Wuppertal

Anmelden

Aktuelle Stellenangebote:

Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Laut Radio Wuppertal stehen 1,5 Mill. Bäume im Stadtgebiet.
    Reines Gedankenexperiment: Wenn diese Bäume durchschnittlich 150 Jahre alt werden, sterben jedes Jahr 10.000 Bäume. (Vermutlich wachsen auch ungefähr 10.000 Bäume wieder nach.) Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu sachlich.

    1. Uli Schmidt sagt:

      Ich glaube deine Sachlichkeit ist etwas zu einfach gebastelt 😉 Die Natur ist zwar sehr stark und wird sich sicherlich auch in der Lage sein zu erneuern. Allerdings nur in den Rahmen die es auch erlaubt. natürlich wachsen aus den ein oder anderen Schrott Immobilie schon Bäume aus diesen, Straßenbäume haben es da allerdings etwas schwieriger 😉

      1. Susanne Zweig sagt:

        Eine einzelne Zahl „300“ sagt nichts darüber aus, ob es viel oder wenig ist.
        300 von 1500 Bäumen sind viel
        300 von 1500000 Bäumen sind wenig
        Und in Immobilien sollen Menschen wohnen und keine Bäume wachsen. Das kann gar nicht einfach genug sein.

        1. Uli Schmidt sagt:

          Das ist richtig allerdings ist die Zahl von 300 auch nicht korrekt. Es sind ja weitaus mehr Bäume die jedes Jahr gefällt werden. Wobei die Stadt wenn sie überhaupt Zahlen herausgibt sich nur auf Bäume beziehen die in Städtischer Hand sind. Ein Großteil deiner sehr großen Zahl ist jedoch nicht in Städtischen besitz.

          1. Susanne Zweig sagt:

            Die Zahl 300 gehört zur zentralen Aussage des Artikels. Niemand hat sie angezweifelt, bevor ich sie ins Verhältnis gesetzt habe. Warum nicht?

        2. Uli Schmidt sagt:

          Ich zweifle die Zahl 300 durchaus an. Zumindest was die Verkehrssicherheit anbelangt die als Argument aufgeführt wird. Es gehört zu den Waldtypischen Gefahren das Äste abbrechen können oder sogar ganze Bäume. Mit dem Betretungsrecht ist nach den BVG dieses den normalen Lebensrisiko zuzuordnen. Allgemein werden allerdings immer wieder solche Meldungen veröffentlicht bzw. sind im RIS zu finden.

  2. Magnus sagt:

    Eine absolute Unverschämtheit, wie die Stadt hier vorgeht und Gefälligkeitsgutachten über die Luftqualität der Bürger stellt. Hier machen sich die Abholzer die Taschen voll, pfui.

  3. Uli Schmidt sagt:

    Also auf der Königshöhe werden aktuell viele Bäume wegen der BUGA Vorbereitungen gefällt…. die sind ausreichend standsicher und liegen mitten in dem Wald wo es auch keine Verkehrssicherungspflicht in dem Umfang gibt. Auch in den Artikel genannten Bereiche dürfte es schwer nachvollziehbar sein warum dieses in der Brut und Setzzeit erfolgen muss. Im Mirker Hain zum Beispiel dürfte das eher mit den Fördergelder zu tun haben und Ginko verliebte Ressortleitungen.

    1. Trottel sagt:

      Die Bäume sind schuld, haben sich dort gepflanzt, wo die BuGa hin soll. Und BuGa steht in Wuppertal für Bäume fällen und Flächen versiegeln.
      Leider!

Neuen Kommentar verfassen

Antworte auf den Kommentar von Uli Schmidt Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert