Drei ,,Neue“ für die Bonobogruppe im Grünen Zoo Wuppertal

Heute Nachmittag sind drei Bonobos aus der Wilhelma in Stuttgart gut im Grünen Zoo Wuppertal angekommen. Es sind die im Juli 2006 geborene „Huenda“, ihr im November 2015 geborener Sohn „Makasi“ sowie ihr jüngster Sohn „Lukombo“, der erst im vergangenen Juni zur Welt kam. Der Transport erfolgte im Rahmen des Europäischen Ex-Situ-Programms (EEP), welches vom Zoo Antwerpen koordiniert wird.

Bonobo Huenda mit Lukombo, Foto: Claudia Philipp

Damit sich die kleine Familie in ihrer neuen Umgebung einleben und die für sie neuen Tierpfleger und Tierpflegerinnen, Abläufe und Gehege in Ruhe kennenlernen können, werden sie die ersten zwei Wochen zunächst separat von der bisherigen Bonobogruppe verbringen. Anschließend wird eine schrittweise Eingewöhnung in die Gruppe stattfinden. Bonobos haben ein komplexes Sozialsystem, weswegen während der Zusammenführung durchaus mit Höhen und Tiefen zu rechnen ist.

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Bonobo Männchen Makasi, Foto: Claudia Philipp

Auch kleinere Verletzungen durch Auseinandersetzungen während der Gruppenfindungsphase sind nicht unüblich. Dies ist kein Anlass zur Beunruhigung, da es sich bei Bonobos, die in großen sozialen Verbänden leben, um ein normales arttypisches Verhalten handelt. Wie üblich wird die Eingewöhnung unter strenger Beobachtung von Tierpflege- und Veterinärteam stattfinden und ein steter Austausch mit externen ExpertInnen gepflegt. Um die Eingewöhnung für die Tiere noch angenehmer zu machen, wird das Wuppertaler Team von einer Pflegerin aus Stuttgart unterstützt, die bereits viele Jahre mit den Tieren arbeitet.

Planmäßig wird das Menschenaffenhaus weiter geöffnet bleiben und die Primaten damit für Besucher auch zu sehen sein. In Wuppertal leben bereits die Weibchen „Kichele“, „Muhdeblu“ und ihre Tochter „Akeena“ sowie die Männchen „Mato“ und „Bili“. Der 1963 geborenen Mato ist der älteste männliche Bonobo in menschlicher Obhut. Im Freiland werden Bonobos von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als stark gefährdet eingestuft.

Neben dem Verlust ihres Lebensraumes ist die Wilderei eine der größten Bedrohungen der Bonobos, deren Fleisch als sogenanntes „Bushmeat“ sehr begehrt ist. Ihr Vorkommen ist auf die Demokratische Republik Kongo beschränkt.

Der Grüne Zoo Wuppertal unterstützt gemeinsam mit dem Zoo-Verein Wuppertal e.V. die Organisation Bonobo Alive e.V. und setzt sich zusammen mit FreilandforscherInnen bereits seit vielen Jahren für die Erforschung und den Schutz dieser Menschenaffen ein.

Quelle: Grüner Zoo Wuppertal

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