Auswahl des neuen Kämmerers braucht besondere Sorgfalt

ondersitzung im Rat von Wuppertal: BSW unterstützt Antrag auf eigene Auswahlkommission für den neuen Kämmerer – Ratsmehrheit lehnt ab

In der Sondersitzung des Rates der Stadt Wuppertal am 15. April wurde ein Änderungsantrag der Fraktion Die Linke beraten, für die Wahl des neuen Kämmerers eine eigene Auswahlkommission einzusetzen.

Die BSW-Ratsgruppe hat diesen Antrag unterstützt. Für die Ratsgruppe machte Jürgen Möller deutlich, dass die Aufgaben des Kämmerers nicht mit denen anderer Beigeordneter oder Dezernenten vergleichbar sind.

„Die künftige Besetzung dieser Position wird entscheidend dafür sein, wie Wuppertal durch die kommenden finanziell schwierigen Jahre geführt wird“, so Möller.

Der neue Kämmerer wird in besonderem Maße Verantwortung für die Umsetzung des defizitären Haushalts 2026/2027 sowie des Haushaltssicherungskonzeptes tragen. Dabei wird es auch um tiefgreifende organisatorische Veränderungen innerhalb der Stadtverwaltung gehen.

Aus Sicht des Stadtverordneten Jürgen Möller betrifft dies insbesondere die Verteilung von Aufgaben, Verwaltungsstrukturen und personelle Neuordnungen. Zahlreiche Beschäftigte könnten künftig andere Aufgaben übernehmen oder innerhalb der Verwaltung neu eingesetzt werden.

„Für solche Entscheidungen braucht es nicht nur Fachwissen, sondern auch Durchsetzungskraft, Belastbarkeit und einen hochgradigen Willen für Veränderungen“, erklärte Möller weiter.

Ebenso wichtig sei die Frage nach der langfristigen Perspektive. Wer diese Aufgabe übernimmt, müsse glaubhaft vermitteln können, dass er die auf Jahre angelegte Umsetzung des Haushaltssicherungskonzeptes auch konsequent begleiten und zu Ende führen will.

Die übrigen Fraktionen und Gruppen im Rat lehnten den Antrag auf eine eigene Auswahlkommission ab.

Die BSW-Ratsgruppe hält weiterhin daran fest, dass eine eigenständige Auswahlkommission sinnvoll gewesen wäre, um den besonderen Anforderungen dieser Schlüsselposition gerecht zu werden.

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