23.11.2010

Bayer

Vorerst keine Entlassungen bei Bayer in Wuppertal

In den nächsten zwei Jahren wird es gemäß einer Beschäftigungssicherungsvereinbarung keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Wie es danach weitergeht, wird 2012 im Hinblick auf den "Stand der aktuell angekündigten Personalanpassungen" beurteilt

Gemeinsame Erklärung des Vorstandes und des Gesamtbetriebsrates der Bayer AG

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Leverkusen, 22. November 2010 – Vorstand und Gesamtbetriebsrat der Bayer AG haben heute eine gemeinsame Erklärung mit dem folgenden Wortlaut unterzeichnet:

„In der Sitzung des Wirtschaftsausschusses der Bayer AG am 18.11.2010 wurden die Arbeitnehmervertreter darüber informiert, dass der Bayer-Vorstand seine Ressourcen noch konsequenter in die Wachstumsbereiche des Unternehmens investieren wird: in die Forschung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte vor allem bei HealthCare und CropScience.

Um die geplanten Programme zur Wachstumssteigerung zu finanzieren, sollen ab 2013 rund 800 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Mit einer Reihe von Projekten sollen deshalb Kosten reduziert und Strukturen vereinfacht werden, um dadurch die erforderlichen Ressourcen für zukünftiges Wachstum zur Verfügung stellen zu können.

Da die vorgestellten Maßnahmen erheblichen Einfluss auf die Beschäftigung weltweit und damit auch an deutschen Standorten haben werden, sehen der Vorstand und die Arbeitnehmervertreter die Wirtschaftsausschusssitzung als Beginn der gemeinsamen intensiven Beratungen über die Notwendigkeit, den Umfang, mögliche Alternativen und die Umsetzung der geplanten Veränderungen.

Dabei sind sich Vorstand und Arbeitnehmervertretung einig, dass die zu erwartenden Personalanpassungen im Rahmen der bestehenden Beschäftigungssicherungsvereinbarung und des darin enthaltenen Verzichts auf betriebsbedingte Kündigungen in den Jahren 2010 bis 2012 erfolgen werden.

Rechtzeitig vor Auslaufen der Beschäftigungssicherungsvereinbarung werden die Betriebsparteien Gespräche über eine mögliche Fortführung aufnehmen und dabei auch den Stand der aktuell angekündigten Personalanpassungen berücksichtigen.

Unsere Vereinbarungen zum Personalverbund, zu BayJob, die in anderen Situationen bewährten Aufhebungsverträge, insbesondere für ältere Beschäftigte ab Alter 57, sollen uns helfen, die notwendigen Maßnahmen sozialverträglich umzusetzen.

Darüber hinaus wird vereinbart, dass alle weiteren möglichen Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung gemeinsam geprüft werden, um sie gegebenenfalls zusätzlich zur Lösung der anstehenden Personalmaßnahmen zu nutzen.

Durch die geplanten Maßnahmen sind keine Standorte in Deutschland gefährdet. Forschung und Entwicklung werden auch zukünftig für Bayer HealthCare / Bayer Schering Pharma an den Standorten Berlin und Wuppertal und für Bayer CropScience in Frankfurt und Monheim betrieben.

Unabhängig von den geplanten Kosteneinsparungen sind auch zukünftig an allen deutschen Standorten Investitionen vorgesehen.

Mit der Senkung von Kosten und Anpassung von Strukturen sollen die Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, mit denen Bayer die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessert. Vorstand und Arbeitnehmervertreter sind sich einig, dass gemeinsam Wege für eine sozialverträgliche Umsetzung der aus diesen Projekten resultierenden Personalanpassungen gesucht und vereinbart werden.“

Unterzeichnet wurde das Dokument von Dr. Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, Arbeitsdirektor Dr. Richard Pott und Thomas de Win, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates.

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Quelle: Bayer AG

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