23.11.2010

Arnim Brux Ennepe-Ruhr-Kreis Ikea Peter Jung Sprockhövel

Ennepe-Ruhr-Kreis will bei IKEA-Ansiedlung mitreden

Auf dem Gelände der Fertighausausstellung will sich IKEA mit einem großen "Homepark" ansiedeln. Bei den Nachbarstädten und im Landkreis Ennepe-Ruhr wächst der Widerstand gegen das Projekt.

Politik und Stadtverwaltung in Sprockhövel haben zur geplanten IKEA-Ansiedlung unweit des Autobahnkreuzes Nord Stellung bezogen. Alle Fraktionen stimmten ohne Gegenstimmen einem Positionspapier zu, das Dr. Arnim Brux, Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung übergeben soll.

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Sprockhövel befürchtet wegen der Ansiedlung an der Stadtgrenze Umsatzeinbußen für seinen Einzelhandel und sieht ein „erhebliches Konfliktpotential“ mit der Nachbarstadt Wuppertal. In der Kritik steht nicht nur der eigentliche IKEA-Markt, sondern auch der sog. „Homepark“.

Dort würden auf 25.000 qm Unterhaltungselektronik, Porzellanwaren, Hausrat, Glas, Haus- und Heimtextilien oder auch Sportartikel vertrieben. Anbieter dieser Sortimente in den Innenstädten von Sprockhövel und anderen Kommunen des Ennepe-Ruhr-Kreises könnten durch die Konkurrenz in Wuppertal erhebliche Umsatzeinbußen erleiden, befürchtet man im EN-Kreis.

Der Kreis fordert, an den Gesprächen zwischen der Stadt Wuppertal und IKEA teilnehmen zu können.

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Kommentare

  1. haarhaus sagt:

    Kleine aber gewaltige Korrektur: anstatt 2.500qm sind es 25.000qm.

    Also 25.000qm Homepark = sieben geplante Fachmärkte neben dem eigentlichen IKEA-Haus.

    Ein IKEA-Homepark bedeutet 2x 25.000qm = ein unglaublicher Sog, Magnet, der die angrenzenden Städte – einschließlich Barmens leerfegen wird. Dazu in Planung ein weiterer Sargnagel, der FOC Remscheid …

    Unsere Kommunalpolitiker spielen mit der Kathedrale des Konsums? Oder ebbt der IKEA-Hype schon ab, indem die Erkenntnis der Leerstände und leergefegter bergischer Städte ernüchtert …?

    1. Georg Sander sagt:

      Danke für den Hinweis!

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