30.08.2010

ARGE Bundesagentur für Arbeit Johannes Slawig Optionskommune Stadtverwaltung Stefan Kühn

Stadt Wuppertal will Arbeitslose alleine betreuen und vermitteln

Wuppertal will „Optionskommune“ werden und verspricht sich so „eine aktivere Rolle auf dem lokalen Arbeitsmarkt und größere Gestaltungsspielräume für neue maßgeschneiderte Wuppertaler Projekte“. Das gab das Rathaus in einer Pressemitteilung bekannt. Konkret bedeutet das, dass nicht mehr die bisherige Arbeitsgemeinschaft (Arge) aus Stadt und Arbeitsagentur die Aufgaben der Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) tragen würde, sondern die Stadt alleine.

"Job Speed Dating" der Arge im Juni. Künftig könnte die Stadtverwaltung solche Aktionen organisieren."Job Speed Dating" der Arge im Juni. Künftig könnte die Stadtverwaltung solche Aktionen organisieren.

„Die Modelle bergen Chancen, aber auch Risiken gegenüber der jetzigen Organisationsform“, räumt Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig ein. Man sei aber im Rathaus zu dem Schluss gekommen, „dass die Instrumente zur Qualifizierung und Vermittlung als Optionskommune noch passgenauer am lokalen Arbeitsmarkt eingesetzt werden können.

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Um eine von bundesweit höchstens 110 Optionskommunen werden zu können, muss sich die Stadt allerdings bewerben. Sozialausschuss, Finanz- und Hauptausschuss werden sich in den nächsten Wochen mit dem entsprechenden Beschlussvorschlag befassen. Der Stadtrat wird schließlich am 20. September über die Bewerbung entscheiden. Notwendig ist dort eine Zweidrittelmehrheit.

Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn will die Bewerbung ausdrücklich nicht als Kritik an der Bundesagentur für Arbeit verstanden wissen. Er sieht aber in dem neuen Modell bessere Chancen, „um besonders Alleinerziehende, junge Arbeitslose unter 25 Jahren und Bewerber mit ausländischen Wurzeln zu fördern.“

Die jetzigen Mitarbeiter der Arge würden auch im Optionsmodell für die Betreuung der arbeitslosen Menschen zuständig sein. Die sieben Arge-Standorte im Stadtgebiet blieben erhalten. „Ein einmaliger Mehraufwand käme allerdings durch den Kauf eigener Software und den notwendigen Datentransfer auf die Stadt zu“ sagt Kämmerer Slawig und schätzt die zusätzlichen Ausgaben auf bis zu 2,5, Millionen Euro. Durch Synergieeffekte und die Verzahnung des neuen Eigenbetriebs mit städtischen Leistungseinheiten wie Datentechnik, Service-Center, Vergabestelle, Zentraleinkauf und Gebäudemanagement sollen diese Kosten aber wieder ausgeglichen werden.

>> Lesen Sie hier den vollständigen Text der Pressemitteilung.

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Quelle: Stadtverwaltung
Foto: Arge Wuppertal

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