GRÜNE loben Empfehlungen zur Verbesserung des städtischen Gebäudemanagements

Die vom Stadtrat beauftragte Unternehmensberatung Deloitte hat nun ihre Ergebnisse der Begleitung des städtischen Gebäudemanagements (GMW) im Hinblick auf das Investitionsprogramm 2023-2027 den Gremien vorgelegt.

Der Bericht von Deloitte ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in dem seit gut zwei Jahren andauernden Restrukturierungsprozesses des GMW unter der neuen Leitung.

Auf gut 180 Seiten werden viele Vorschläge gemacht, die zusammen mit der ebenfalls beauftragten Begleitung der internen Restrukturierung des Eigenbetriebs durch die Unternehmensberatung Simon&Savas aufzeigen, wie Ablaufprozesse und das Zusammenspiel von Politik, Kernverwaltung und Eigenbetrieb zukünftig reibungsloser gestaltet werden können, wenn die Handlungsempfehlungen schnell und zielgerichtet umgesetzt werden.

Klaus Lüdemann, Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion im Betriebsausschuss GMW und Marcel Gabriel-Simon, Vorsitzender des Ausschusses erklären unisono:

„Ein Blick nach vorn ist wichtig, denn in Summe wird im Eigenbetrieb GMW gute Arbeit von den Mitarbeiter*innen geleistet, aber einige Schnittstellen müssen merklich verbessert werden.

Dazu gehören:

  1. Interne Prozessabläufe müssen standardisiert und Verantwortlichkeiten klarer als bisher geregelt werden. Schnittstellenprobleme zwischen Bestellern (Stadtbetrieben) und GMW müssen optimiert werden.
  2. Personalentwicklung muss sowohl intern als auch extern vorangetrieben werden, denn bis 2028 werden 40 % der Mitarbeiter*innen des GMW in den Ruhestand eintreten. Wissenstransfer wird also eine elementare Rolle spielen.
  3. Die Kommunikation mit der Politik gilt es merklich zu verbessern. Die ehrenamtlichen Mandatsträger*innen müssen zeitnah über größere Veränderungen planerischer und finanzieller Art informiert werden. Hierzu bedarf es schnellst möglich der Implementierung eines guten Prozess-Controlling-Tools.“

„All diese eher technokratisch anmutenden, aber zurecht benannten Probleme dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nicht nur Strukturveränderungen braucht und nicht nur die unausweichlichen Baukostensteigerungen ein Problem sind, sondern dass nicht alle Maßnahmen des Investitionsprogramms durchfinanziert sind. Die finanzielle Lücke bei weiteren Kostensteigerungen wird eher noch höher sein.

Auch wenn wir zurecht das Investitionsprogramm im vergangenen Jahr politisch verabschiedet haben, werden wir aus meiner Sicht nicht darum herum kommen, eine stetige jährliche Fortschreibung des Investitionsprogrammes als Politik in den Blick nehmen zu müssen. Dies kann dann perspektivisch auch zu veränderten Prioritäten führen. Das Investitionsprogramm kann letztendlich nur ein dynamischer Prozess sein.

Die aktuellen Herausforderungen des GMW haben ihre Ursache neben vielen externen Faktoren auch in der Tatsache, dass grundlegende Fragen der Weiterentwicklung von Organisation und Steuerungsinstrumente über viele Jahre nicht angegangen wurden. Umso mehr freut uns, dass dies unter neuer Betriebsleitung gestützt durch den Oberbürgermeister seit zwei Jahren konsequent passiert“, so Marcel Gabriel-Simon abschließend.

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