Mit ÖKOPROFIT gegen die Krise

Bergische Unternehmen arbeiten an nachhaltigen Maßnahmen zur Senkung ihres Ressourcen- und Energieverbrauchs.

Vor einem halben Jahr sind 13 Unternehmen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid in einer neuen Runde ÖKOPROFIT an den Start gegangen. Das geförderte Beratungsprogramm hilft Betrieben aus sämtlichen Branchen dabei, sich ressourceneffizienter aufzustellen. Nun wurde im Barmer Rathaus eine Zwischenbilanz vorgelegt. Es zeichnen sich jährliche Einsparungen in einer Größenordnung von ca. 500.000 Euro und 4.500 Tonnen CO2 ab.

Die Teilnehmer*innen der ÖKOPROFIT-Runde 2022/2023 traf sich, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. ©Wirtschaftsförderung Wuppertal AöR

Die Betriebe berichteten über ihre Anstrengungen, sich insgesamt nachhaltiger aufzustellen und damit den explodierenden Energie- und Materialkosten gegenzusteuern. Die Bandbreite der vorgestellten und teilweise bereits umgesetzten Maßnahmen reicht von organisatorischen Maßnahmen wie der Verdichtung von Schichtzeiten, Büroorganisation, Spitzenlastmanagement bis hin zu investiven Maßnahmen wie der Erneuerung einer Absauganlage und Eigenstromerzeugung. Einige Maßnahmen basieren auf einem betriebsinternen Ideenwettbewerbs, durch den die Mitarbeiter*innen aktiv in das Projekt eingebunden werden.

Angesichts der gestiegenen Energiekosten liegt der Schwerpunkt dieses Jahr auf Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Insbesondere schnell wirksame Maßnahmen standen hier im Fokus wie die Anpassung der Heizungssteuerung hinsichtlich Heizzeiten und Temperatur, die Flächentrennungen zur Reduzierung der zu beheizenden Fläche oder geänderte Produktionsabläufe.

Die Vorstellung der Zwischenbilanz wurde durch einen Workshop der Neuen Effizienz begleitet. Referentin Veronika Kowolik ermutigte die Teilnehmer*innen, die Abfälle im eigenen Unternehmen kritisch zu hinterfragen und darf aufbauend in einem Pitch ein „neues“ Unternehmen mit zirkulärer Wertschöpfungskette zu entwerfen.

Gemeinsam mehr erreichen

Aus Wuppertal nehmen große Industrie- und Handelsunternehmen an der aktuellen Runde teil. Das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler E/D/E ist ebenso vertreten wie das Fair-Handelsunternehmen GEPA. Auch die Heinz Berger Maschinenfabrik, Sachsenröder und MKW sind dabei. Sie tun es über 140 Betrieben gleich, die seit 2002 an dem erfolgreichen Kooperationsprojekt im Bergischen Städtedreieck teilgenommen haben. Die bisherige Bilanz spricht für sich: Gemeinsam sparen die ÖKOPROFIT-Betriebe jährlich rund 30 Millionen Kilowattstunden Energie, 17.000 Tonnen Co2, 200.000 Kubikmeter Wasser und 1.300 Tonnen Restmüll. Gleichzeitig haben sie ihre Kosten um 4,6 Millionen Euro gesenkt, die sie dank cleverer Maßnahmen und moderner Technologien nicht mehr für Energie und Ressourcen aufwenden müssen.

Unterstützt werden die Unternehmen von der Beratungsagentur B.A.U.M.. Für Geschäftsführer Dr. Stefan Große-Allermann liegt das Erfolgsgeheimnis von ÖKOPROFIT zum einen in der individuellen Begleitung der Betriebe vor Ort, zum anderen in den gemeinsamen Workshops. „Die Erfolge des Projektes wären nicht annähernd so groß, gäbe es nicht die regelmäßigen Netzwerktreffen der Betriebe. Hier findet der wichtige Dialog, der Austausch von Ideen und die gegenseitige Motivation statt. Gemeinsam lässt sich eben mehr erreichen!“ so Große-Allermann.

2023 wird es eine weitere Runde ÖKOPROFIT geben. Interessierte Unternehmen können sich für mehr Infos vorab an Jürgen Altmann von der Wirtschaftsförderung Wuppertal (0202 2480730; altmann@wf-wuppertal.de) wenden.

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