Da gibt es nichts zu feiern

10 Jahre Wuppertaler Jobcenter

In Wuppertal leben ca. 47000 SGB II- beziehende Menschen in Armut. Die Regelsätze waren und sind seit Einführung von Hartz IV-Leistungen zu gering für ein gesundes Leben mit sozialer Teilhabe. Jedes dritte Kind lebt in dieser Stadt in Armut

„Da gibt es nichts zu feiern“, erklärt Susanne Herhaus, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE und deren sozialpolitische Sprecherin. „Immer wieder wenden sich Menschen an unsere Fraktion, welche die unterschiedlichsten Probleme mit dem Jobcenter haben. In manchen Fällen konnten wir helfen, Aber meist raten wir, dass die Betroffenen mit den Fachleuten vom Verein Tacheles Kontakt aufnehmen. Über Wuppertal hinaus sind die Mitarbeiter*innen von Tacheles für ihre Expertise bekannt und gefragt.“

DIE LINKE im Rat hat deshalb beschlossen, die Einladung zur Jubiläumsfeier dankend abzulehnen. Sie unterstützt den Aufruf von Tacheles zum Protest vor der Stadthalle am 19.8.22 um 9:30 Uhr.

„Das Jobcenter Wuppertal ist keineswegs ein Erfolgsmodell, wie es die Stadt als Trägerin gerne darstellt. Immer wieder werden unter anderem lange Bearbeitungszeiten die Menschen in Existenznot bringen, restriktive Gesetzesauslegungen und schlechte Erreichbarkeit kritisiert. Es ist an der Zeit, dass das entwürdigende Hartz IV-Regime beendet wird und Menschen die Unterstützung erfahren, die ihnen ein Leben ohne Demütigung und Repression ermöglicht. Bis dahin müssen die Regelsätze der aktuellen Preisentwicklung angepasst werden, wie es DIE LINKE in einer Resolution zur nächsten Ratssitzung fordert“, betont Herhaus.

Logo DIE LINKE im Rat der Stadt Wuppertal

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