Was tun gegen Hitze in der Stadt?

2019 hatte die K.PLAN Klima.Umwelt&Planung GmbH (2015 von wissenschaftlichen Mitarbeitern des Geographischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum gegründet) eine Studie gestartet, die im Zentrum von Elberfeld die Belastung durch Hitzetage untersuchen sollte.

In einem Modell wurde ein Bereich von 200m x 200m am Neumarkt um das Verwaltungshaus (Rathaus) Elberfeld entwickelt, in dem die Wirksamkeit von Maßnahmen in Hinblick auf Hitzeminderung simuliert wurde. Einbezogen wurden die Wechselwirkungen zwischen Oberflächen, Pflanzen und der Atmosphäre.

Ausgehend von einem Sommertag mit wenig Wind wurde ein Zeitraum von 24 Stunden betrachtet. Ausgehend vom jetzigen Zustand wurden bis Mitternacht Oberflächentemperaturen großflächig zwischen 24 und 29 Grad Celsius erreicht. Dies ist aufgrund der gewählten Materialien die Folge der gespeicherten Sonnenenergie in Gebäuden, Straßenoberflächen und Plätzen.

Um zu überprüfen, welche Anpassungsmaßnahmen welche Wirkung zeigen, wurden folgende Bereiche verändert:

grüner Neumarkt
  1. alle Flachdächer extensiv begrünt (ohne Türme und techn. Aufbauten, Solaranlagen)
    ·
  2. auf dem Parkdeck eines Einzelhandelsgebäudes: intensive Dachbegrünung)
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  3. am Willi-Brand-Platz: Springbrunnen und Grünstreifen
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  4. am Neumarkt: Grünstreifen entlang des Randes (4-6 m Breite) mit Hecken
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  5. Neumarkt mit dem Straßenabschnitt Neumarktstraße: helles Pflaster
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  6. Neumarkt: einzelne Bäume und Büsche auf dem Platz
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  7. Kerstenplatz: Springbrunnen mit Verbindung durch einen offenen Wasserlauf bis zum Springbrunnen auf dem Neumarkt, Anlage als Wasserspielplatz möglich

 

Das erstaunliche Ergebnis zeigte sich in der Simulation in um 3 bis 7 Grad gesenkten Oberflächentemperaturen, die sich in um bis zu drei Grad Temperatursenkungen im Modellraum auswirken. Besonders effektiv zeigte sich der Austausch des Oberflächenmaterials am Neumarkt durch Austausch des dunklen Asphalts gegen ein helles Pflaster.

Könnte eine BUGA diese Maßnahmen mit in ihr Konzept einbauen?
Können das unsere Bauunternehmen und Gartenbaubetriebe unterstützen?

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