Wir sind nicht an der Belastungsgrenze!

Caritasdirektor Dr. Christoph Humburg, hat als Vorsitzender der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft Migration mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Erzbistum Köln die Beendigung des Flüchtlingsdramas an der polnisch-belarussischen Grenze und die Aufnahme der geflüchteten Menschen gefordert.

Die Lage der Flüchtlinge an der Grenze zwischen Polen und Belarus spitzt sich zu. Die Caritas im Erzbistum Köln fordert angesichts der abzusehenden humanitären Katastrophe die Bundesregierung zum sofortigen Handeln auf. Christoph Humburg, Caritasdirektor für Wuppertal und Solingen und Vorsitzender der diözesanen Arbeitsgemeinschaft Migration, fordert mit den Kolleginnen und Kollegen im Bistum: „Deutschland kann und muss bei der humanitären Aufnahme Geflüchteter voran gehen und darf sich angesichts des Elends an Europas Außengrenzen nicht länger hinter einer fehlenden und auf absehbare Zeit nicht erreichbaren gesamteuropäischen Lösung verstecken.“

Tausende Menschen harren zum Teil seit Wochen an der polnisch-belarussischen Grenze aus, die Nächte werden kälter. „Auch Deutschland trägt Verantwortung dafür, dass die humanitäre Unterstützung sichergestellt ist, die illegalen Pushbacks aufhören und das Recht auf Asyl respektiert wird“, betont der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel.

Möglichkeiten, Menschen aufzunehmen, seien vorhanden, betont Christoph Humburg: „Wir reden von einigen Tausend. Ihnen zu helfen, überfordert kein Land in Europa, erst recht nicht Deutschland und auch nicht Nordrhein-Westfalen. Wir machen uns erpressbar durch despotische Politikmanöver und geben eine Belastungsgrenze vor, die ganz sicher nicht bei uns liegt.“

Für Hilfsorganisationen, so Humburg, gibt es weiterhin keinen direkten Zugang ins Grenzgebiet. Caritas international unterstützt die polnische Caritas, die mit Hilfe von Menschen, die im Grenzgebiet leben, die Geflüchteten mit Ruck- und Schlafsäcken, mit Decken, Tee, Energieriegeln und Wasser versorgen.

Wer es bis Deutschland schafft, kann ebenfalls auf die Hilfe der Caritas zählen. „Wir stehen bereit und wollen helfen“, so Diözesan-Caritasdirektor Hensel. „Die Caritas im Erzbistum Köln hat ebenso wie die Flüchtlingshilfe Aktion Neue Nachbarn 2015 Strukturen geschaffen, die sich bewährt haben und dafür eingesetzt werden können. Das gilt für Einrichtungen, aber genauso für viele Helferinnen und Helfer.“

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