11.12.2020

Regiobahn: Es fährt ein Zug…

Der Ausbau ist ein echter angebotsorientierter Beitrag zur Verkehrswende.

Am kommenden Sonntag wird die Regiobahn ihren Betrieb von „Mettmann-Stadtwald“ bis „Wuppertal Hbf“ aufnehmen. Dazu erklärt Sedat Ugurman, Vorsitzender des Verkehrsausschusses:
„Der sogenannte Lückenschluss von ‚Dornap-Hahnenfurth‘ bis zum ‚Abzweig Dornap‘, an welchem die Bahnlinie in die Strecke der S-Bahnlinie 9 eingeschleift wird, ist komplett neu gebaut worden. Durch diesen Lückenschluss verbindet die S 28 nun Mettmann und Wuppertal direkt, und für die Reisenden wird diese Wegstrecke auf 12 Minuten Fahrzeit verkürzt. Die vollständige Elektrifizierung der Regiobahnstrecken soll folgen.“

Heiko Meins, Sprecher der SPD-Fraktion im Verkehrsausschuss, ergänzt: „Die Gesamtinvestition in den Streckenausbau wird nach Abschluss der Elektrifizierung gut 100 Mio. Euro betragen. Der Ausbau ist ein echter angebotsorientierter Beitrag zur Verkehrswende und zum Klima- und Umweltschutz, da er auch für viele Pendlerinnen und Pendler eine Alternative zum Individualverkehr bietet. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass auch die Regiobahn zukünftig in ‚Wuppertal-Sonnborn‘ halten kann, um so das Nahverkehrsangebot in unserer Stadt weiter zu steigern.“

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Kommentare

  1. arnim sagt:

    So so, die SPD-Ratsfraktion schmückt sich mit fremden Federn und das auch noch garniert mit Unterschlagung einiger wesentlicher Aspekte des Themas:
    Das von Bürgerinitiativen in den neunziger Jahren entwickelte Konzept ging von Anfang an davon aus die S28 von Wuppertal bis Viersen zu führen. (Kaarst – Viersen ist noch nicht mal am Horizont zu sehehn…) Wenn jetzt nach 21 Jahren Betrieb der S28 eine handvoll Kilometer hinzu kommen (Dornap – W-Hbf), dann ist das kein Grund einen auf dicke Hose zu machen. Zumal, das Projekt Elektrifizierung – im Zuge der ohnehin notwendigen Ersatzbeschaffung der Fahrzeugflotte – rechtzeitig angegangen wurde und erst im März diesen Jahres auffiel, daß für Teile derselben gar kein Baurecht besteht und sich die Vollendung um fünf Jahre nach hinten verschiebt – BER21 im VRR…
    Allerdings sind die elektrischen Triebzüge für die S28 seit August 2020 rechtzeitig ausgeliefert worden (anders als die Fahrzeugerstausstattung der S28 im Jahre 1999)! Gut nur, daß sie auf dem Liniennetz der S2 eine sinnvolle Verwendung zur Stabilisierung des Betriebs finden. (Da sind dann wohl erstmal zu wenig Fahrzeuge angeschafft worden.)
    Bezüglich des Halts in Sonnborn, fällt dem Eisenbahnbetrieb mal wieder der „Mehdornsche Netzausbau“ (vulgo Netzschrumpfung bzw. Zerstörung bestehender Infrastruktur durch Aufwendung erheblicher Investitionsmittel) auf die Füße: Nur als Beispiel sei darauf verwiesen, daß ein Zug aus Dornap erst in Wuppertal-Hbf auf andere als die beiden S-Bahngleise wechseln kann. Ein flexibler, Störungen ausbalancierender Betrieb ist mit einer solch rudimentären Infrastruktur einfach nicht hin zu bekommen. Weichenausbau und Zerstörung von Überhol-/Ausweichgleisen war wichtiger, um die Börsenfähigkeit zu erlangen (was bekanntlich auch nicht klappte. Glücklicherweise!)…

  2. Wecker sagt:

    Verkehrsexperte Schmidt (Die Grünen, vom 09.12.20) behauptet allen Ernstes „dass mit dem Start der S 28… vorerst Dieseltriebwagen auf der Strecke fahren.. . Das führt wiederum dazu, dass es keinen reinen 20-Minuten-Takt, sondern in der Woche lediglich einen 20/40-Minuten-Takt geben wird.“

    Warum Dieselfahrzeuge auf dieser Strecke mit einem 20-Minutentakt überfordert sind, bleibt sein Geheimnis.

    1. arnim sagt:

      Um Ihre Frage zu beantworten bedürfte es Grundkenntnissen über die „Sachzwänge“ des Schienenverkehrs, die regelmäßig bei Politikern (und Journalisten) nicht vorliegen.
      Eine solche Rahmenbedingung ist, daß Dieselfahrzeuge nicht über ein Beschleunigungsvermögen verfügen, wie elektrische Triebwagen. Das bedeutet, daß jeder Halt zu Fahrzeitverlusten des Diesels gegenüber der E-Traktion führt.
      Der Stolpertakt von 20/40 Minuten ist aber ohnehin eher nicht auf die eingesetzten Fahrzeuge zurück zu führen, sondern dem Umstand geschuldet, daß der – von der Politik kujonierte – VRR derzeit kein schlüssiges Konzept bezüglich eines Grundtaktes hat. Es gibt S-Bahnlinien im 30 Minutentakt und solche mit 20 min. Teilweise ist das auch den Abstimmungsproblemen mit dem benachbarten VRS geschuldet, der konsequent auf 20 min. setzt.

      1. Wecker sagt:

        Danke, wsr eher rhetorisch von mir.
        Fahre sei einigen Kahren regelmäßig Wuppertal-Düsseldorf und öfterd auch Mönchengladbach, da kennt Takt und Taktloses.

  3. Wecker sagt:

    Jahrelange Missachtung der Nachfrage nach besserer ÖPNV-Versorgung jetzt als „angebotsorientierten Beitrag zur Verkehrswende“ zu deklarieren grenzt wohl eher an Verarsche denn als gelungener Artikel.

    Natürlich ist der ÖPNV jetzt attraktiver.

    Straßenbau und Subventionen der Autoindustrie sind enorm. Dafür sorgen insbesondere CDU, SPD und GRÜNE. ALLE hofieren diese Industrie und erhalten zufällig von dieser Industrie und ihren Verbänden Beiträge zur Parteienfinanzierung.

    Wenn das aufhört, dann ist Wende.

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