17.04.2020

3-D-Drucker Gesichtsschilde Ingenieure der Bergischen Universität Wuppertal

Gesichtsschilde aus dem 3-D-Drucker

Ingenieure der Bergischen Universität Wuppertal stellen seit Anfang April Gesichtsschilde her, die unter anderem in der Corona-Krise als Ergänzung fürMasken und weitere Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich eingesetzt werden können. Die ersten 200 Exemplare wurden bereits übergeben, am Mittwoch holte die Feuerwehr Wuppertal 400 weitere ab. Diese verteilt sie an Krankenhäuser, Altenheime und verwendet sie selber bei ihren Einsätzen. Angefragt haben außerdem die Feuerwehren Solingen und Remscheid.

Bergische Universität Wuppertal

Inspiriert durch die Berichterstattung über zahlreiche 3-D-Druck-Initiativen, wurde das Projekt von Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Dr.-Ing. Frank Mersch, Marco Kuhlmeier und Christian Sauder innerhalb der Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik initiiert, um Fachpersonal in Medizin und Pflege während der Corona-Krise zu unterstützen. Anschließend fanden sich innerhalb der Fakultät weitere Partner.

Bergische Universität Wuppertal

Die Gesichtsschilde bestehen aus einem Träger, einem Gummiband, selbstklebendem Moosgummi sowie einer Folie. Für die Herstellung des Trägers nutzen die Ingenieure den 3-D-Drucker des Lehrstuhls Konstruktion: ein BigRep ONE, den die Firma Knipex 2017 gespendet hatte. Nach einigen Prototypen schaffte es das Team, die Druckzeit zu optimieren. So können sie nun 100 Halterungen pro Tag herstellen. Folie, Gummiband und Moosgummi haben sie bislang selber zugeschnitten.

Ausgeliefert wird ein Bausatz mit Montageanleitung. „Bei unseren Gesichtsschilden handelt sich aber nicht um medizinische Ausrüstung. Sie dienen lediglich der Ergänzung von bereits vorhandenen Schutzmaßnahmen“, erklärt Prof. Peter Gust. Die Finanzierung der ersten 600 Exemplare erfolgte durch private Mittel der Fakultätsmitarbeiter. Die Gebrüder Jaeger GmbH beteiligte sich mit der Bereitstellung der Gummibänder. Bei der künftigen Produktion möchte die Feuerwehr Wuppertal die Materialkosten übernehmen.

Quelle: Uni Wuppertal/Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik

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