26.03.2010

flashmob Haushaltssicherungskonzept kunst

Was war das denn?

Kommentar zum Kunst-Flashmob in Elberfeld.

flashmob

Die Initiatoren der Kunst-„Flash-mobs“ in der Elberfelder City am Freitagnachmittag wollten ihre Aktion als „Protest gegen das Spardiktat der Stadt“ und als Beleg für die „künstlerische Vielfalt“ Wuppertals verstanden wissen.

Die Protestaktion entpuppte sich als brave Gesangseinlage eines  Dutzends Sängerinnen und Sänger, garniert mit dadaesk anmutenden Sprechchören und rhythmischen Klatscheinlagen. Vom Protest zeugte nur ein von „Stephan Brössel, die börse e.V.“ unterschriebenes Flugblatt mit den bekannten Positionen der lokalen Kulturszene. Die Passanten nahmen von dem Auftritt kaum Notiz.

Mit dem, was man sich unter einem Flashmob vorstellt, hatte das Ganze ungefähr so viel gemein wie ein Liederabend des AWO-Chors Herne-Mitte. Schade.

Georg Sander

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Kommentare

  1. Martin sagt:

    Georg hat tatsächlich einiges übersehen. Es war tatsächlich nicht so günstig, die Aktionen an unterschiedlichen Orten zu machen. Wäre das alles an einem Fleck gewesen, hätte das mehr gewirkt. Neben dem Chor, der übrigens der Börsenchor war, spielten zwei Bands und eine Theatergruppe. Zwei Maler schenkten der Stadt ihre Bilder.
    Wirklich schade ist, dass von den über 150 angeschriebenen Künstlern nur so wenige erschienen sind, um mitzumachen. Das ist kein Verschulden des Organisators!

    1. GS sagt:

      > Georg hat tatsächlich einiges übersehen.

      Das ging sicher nicht nur mir so. Die Öffentlichkeit mobilisiert man mit solchen Aktionen jedenfalls nicht.

      1. Martin sagt:

        Ich bestreite ja gar nicht, dass die Aktion nicht so doll war! Aber immerhin haben wir es versucht! Wenn der Einladung keiner folgt, ist das traurig, aber kein Grund, direkt alles schlecht zu reden. Wir müssen zusammen halten, um in Wuppertal was zu reißen. Wenn sich alle gegenseitig zerfleischen, ist das großer Mist! Jede Aktion, die auf die Situation aufmerksam machen möchte, ist gut!

  2. engola sagt:

    tja, ist schon doof, wenn selbst der Berichterstatter nicht mit offenen Augen durch die Stadt gehen kann

    1. GS sagt:

      Der „Berichterstatter“ („Kommentator“ wäre der passendere Begriff) kann – wie jeder andere Bürger auch – nicht überall sein und nur das beurteilen, was er sieht. Und das war, gelinde ausgedrückt, belanglos.

      1. engola sagt:

        nur wenige Schritte weiter sieht die Welt manchmal ganz anders aus

        (im übrigen gehe ich davon aus, daß bei diesen Diskussionen hier im Internet die Diskudanden auch die Links zu meiner angegebenen Site anklicken)

  3. Frank sagt:

    Die Darbietung war ja nett, aber das ging alles irgendwie unter. Es gab wohl weitere spontane Treffen an anderen Orten in der City.

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