12.11.2019

Fußgänger Fußgängerampel Radverkehr verkehrssicherheit Verkehrsunfall

GEHfahr in Oberbarmen sofort beenden!

Die Wuppertaler Sektion des Fußgängerinteressenverbandes Fuss e.V. fordert eine unmittelbare Entschärfung der Gefahrenstelle an der Kreuzung Schwarzbach / Berliner Straße.

Fuss e.V. fordert die sofortige Entschärfung der Kreuzung Schwarzbach / Berliner Straße im Wuppertaler Osten. Die Einmündung der Schwarzbach in die Berliner Str. ist mit einer Ampel geregelt. Das Problem: Diese Ampel ist für Fußgänger, die die Berliner Straße queren wollen, in Konflikt geschaltet. Kraftfahrende, die aus der Schwarzbach in die Berliner Straße einfahren, haben zur selben Zeit Grün!

Bei dieser Konfliktschaltung ist es in der jüngeren Vergangenheit mehrfach zu folgenschweren Unfällen sowohl mit Fußgängern im Kindesalter als auch mit Radfahrern gekommen. „Wir können nicht nachvollziehen, dass diese Konfliktschaltung von Seiten der Polizei als „unauffällig“ bezeichnet wird“, stellt Thorsten Niebuhr von Fuss e.V. fest. „Die großzügige Gestaltung des gesamten Kreuzungsbereichs beschleunigt das Abbiegen und reduziert für alle Verkehrsteilnehmer die Zeit, um gefährliche Situationen einzuschätzen und entsprechend zu handeln.“ ergänzt Frank ter Veld, ebenfalls bei Fuss e.V. aktiv. Bis 2012 war die Ampel so geschaltet, dass Fußgänger eine eigene sichere Grünphase bekommen. Konfliktschaltungen werden im Amtsdeutschen auch als „bedingt verträgliche“ Schaltungen bezeichnet.

Ein Wuppertaler Bürger hat jetzt mittels eines Bürgerantrags die zuständigen politischen Gremien und die Verwaltung aufgefordert, diese Konfliktschaltung zu beseitigen. Die Wuppertaler Sektion des Fußgängerinteressenverbandes Fuss e.V. unterstützt diesen Antrag ausdrücklich und fordert eine unmittelbare Entschärfung der beschriebenen Gefahrenstelle für Fußgänger*innen.

Um die Sicherheit von Fußgängern und insbesondere Kindern zu gewährleisten ist es unabdingbar, an dieser stark genutzten Fußgängerquerung die Grünphasen für Fußgänger und Kraftfahrer zu trennen. „Polizei und Verwaltung sollen nicht lediglich lautstark im Rahmen von ‚Achtung beim Abbiegen‘, ‚Wegecheck‘ und Mitgliedschaft der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) eine Verbesserung der Verkehrssicherheit anstreben“, so Thorsten Niebuhr abschließend, „sie sollen auch den Mut haben zu handeln – auch wenn es sich um eine für Autofahrer*innen unliebsame Entscheidung handelt!

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Kommentare

  1. Arnim sagt:

    Eine in der übrigen Republik vollkommen normale Schaltung, auf die in der Ausbildung von Zivilpanzerfahrern auch ausdrücklich hingewiesen wird. Hier in der „Müllgrube des Autowahns“ sah das jahrzehntelang anders aus. Mit Befremden habe ich in W Autofahrer kennen gelernt, denen das Normale nicht bekannt war (und die sich davon überfordert fühlten, bzw. auch objektiv waren).
    Das Problem ist also nicht die Ampelschaltung, sondern die eigentümliche Mentalität im Tal, derzufolge alle Rechte den Zivilpanzerfahrern zustehen und Fußgänger (allenfalls geduldetes) Freiwild sind.
    [Ja, ich bin überzeugter Fußgänger und ÖPNV-Nutzer, allerdings mit 38 Jahren Erfahrung als PKW- und 15 als LKW-Fahrer.]

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