29.04.2019

Ein eigener Sender fürs Quartier Quartierbüro VierZwoZwo

Ein eigener Sender fürs Quartier

Geht es nach Sven und Niklas, sind Oberbarmen und Wichlinghausen bald die angesagtesten Stadtteile für Musik in ganz Wuppertal. Die beiden Experten für moderne Medien wollen das Quartier mittels kleiner Filme ganz groß rausbringen.

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Ein eigener Channel auf YouTube soll die Videos über und für Musikfans präsentieren.

Kalle Waldinger vom Wuppertaler Rockprojekt ist von der Idee der jungen Männer begeistert. Deshalb unterstützt sein Verein das Projekt „422TV“. „Wir stellen dafür den Antrag beim Verfügungsfonds“, erklärt Waldinger, der über umfangreiche Erfahrung sowohl mit Musik als auch mit Förderanträgen hat. Und weil der pensionierte Lehrer viele Leute kennt, hat er zu einem ersten Arbeitskreis für dieses innovative Vorhaben eingeladen.

Im Obendiekhaus neben der Immanuelskirche stellen Niklas (in der Hiphop-Szene bekannt als Mooon) und der Social Media-Produzent Sven an einem Donnerstagabend ihre Idee vor. „Wir filmen Menschen im Quartier, die Musik machen. Egal, welches Genre, egal welches Alter“, erklärt Niklas. Ob Chor, Band, Großkonzert oder Hausmusik: Mit zwei Kameras wird gefilmt, dann professionell bearbeitet und dann – ab ins Internet. „Für die Musiker ist das völlig kostenfrei und macht auch keine Arbeit“, betont Sven.

Einmal im Monat soll ein 15-minütiger Film produziert werden, der aus vier bis fünf kleinen Filmen besteht. Jedes Video präsentiert einen anderen musikalischen Beitrag. Ziel ist es, die musikalische Vielfalt im Wuppertaler Osten bekannter zu machen. Janine Pagel vom Kulturzentrum Immanuel ist direkt begeistert. Da sie das Veranstalter-Netzwerk Kult:Ost vertritt, kann sie gleich für mehrere Institutionen eine Kooperation in Aussicht stellen. Auch Schulen und Vereine haben  bereits Interesse bekundet. Der Bedarf im Quartier an professionellen Kurzfilmen scheint also groß. Nun müssen Sven, Niklas und Kalle Waldinger ihre Ideen noch in einem Antrag für den Verfügungsfonds niederschreiben. Unterstützung erhalten sie dabei von Quartiermanagerin Nina Schuster. Diese ist optimistisch, dass die Antragsteller im  November ihr Projekt dem Verfügungsfonds-Beirat vorstellen können.

Quelle: VierZwoZwo

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