10.10.2018

Bahnhofsstraße Brunnen Bürgerverein Elberfelder Südstadt Cronenberger Woche Elberfeld-Südstadt Elberfelder Südstadt Erich Cleff d.Ä. Hans Jürgen Vitenius Historische Stadthalle Kölner Straße Michael Cleff Ralph Hagemeyer Südstadt Wandzierbrunnen

Brunnen restauriert: Neuer „Hingucker“ gegenüber der Stadthalle

2016 entdeckte der Bürgerverein der Elberfelder Südstadt das vergessene Kleinod. Nach zweijährigen Anstrengungen konnte der restaurierte Brunnen nun eingeweiht werden.

» Dieser Artikel ist zuerst in der Cronenberger Woche erschienen.

Obwohl prominent direkt gegenüber der Historischen Stadthalle gelegen, führte der Wandzierbrunnen an der Ecke Kölner Straße/Bahnhofsstraße viele Jahrzehnte hinter Gebüsch und Efeu einen Dornröschenschlaf. 1914 entwarf der Wuppertaler Kunst-Professor und Bildhauer Erich Cleff d.Ä. (1881-1961), der auch den „Bökel-Brunnen“ gegenüber dem Dörpfeld-Gymnasium oder 1923 das Kriegerdenkmal des damaligen Realgymnasiums Elberfeld (heute Carl-Fuhlrott-Gymnasium) gestaltete, den Brunnen.

Bürgervereins-Vorsitzender und Initiator Ralph Hagemeyer (re.) an dem „wachgeküssten“ „Dornröschen-Brunnen“ in der Südstadt mit Cleff III., dem Enkel des Brunnen-Schöpfers.

Bürgervereins-Vorsitzender und Initiator Ralph Hagemeyer (re.) an dem „wachgeküssten“ „Dornröschen-Brunnen“ in der Südstadt mit Cleff III., dem Enkel des Brunnen-Schöpfers. ©Matthias Müller

2016 entdeckte der Bürgerverein der Elberfelder Südstadt das vergessene Kleinod. Nach zweijährigen Anstrengungen auch zur Suche von Sponsoren konnte Initiator und Bürgervereins-Vorsitzender Ralph Hagemeyer den restaurierten Brunnen nun einweihen. 35.000 Euro hat es gekostet, damit die drei Wasserkanäle des Denkmals wieder plätschern – nun sogar mit Beleuchtung. Groß war die Freude darüber auch bei Michael Cleff.

Der Enkel des Brunnen-Schöpfers kam aus Bamberg, um bei der Wiedereinweihung dabei zu sein. Sicherlich gespannt hörte Cleff III., wie sich der Künstler nennt, zu, als Ralph Hagemeyer den Weg bis zur Fertigstellung des Brunnen-Denkmals nachzeichnete. In Anwesenheit von Kultur-Dezernent Matthias Nocke zitierte Hagemeyer aus einem Grußwort von OB Andreas Mucke, der den restaurierten Brunnen als „echten Hingucker“ lobte.

Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius ergänzte: „Hätten wir damals gewusst, was das kostet, wer weiß, ob wir das dann gemacht hätten“, unterstrich der Elberfelder Bürgermeister das Engagement des Bürgervereins und seines Vorsitzenden: „Ehrenamt ist unbezahlbar!“ Zum Abschluss der Feierstunde stimmten vier Musikstudenten Lieder an – natürlich auch „Am Brunnen vor dem Tore“…

» Dieser Artikel ist zuerst in der Cronenberger Woche erschienen.

Cronenberger Woche: Mit 16.000 Exemplaren die auflagenstärkste Wochenzeitung für Cronenberg und die obere Südstadt

Anmelden

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.