28.02.2018

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Holthauser Straße: Erst Wohnhäuser, dann Kita – was jetzt?

Hängepartie beim weiteren Kita-Neubau in Ronsdorf: Die Stadtverwaltung zog eine Vorlage für die Bezirksvertretung kurzfristig wieder zurück.

» Dieser Artikel ist zuerst erschienen im SonntagsBlatt 8/2018.

Eigentlich wollte die Bezirksvertretung (BV) Ronsdorf in ihrer Februar-Sitzung abschließend über den Neubau einer Kindertagesstätte an der Holthauser Straße beraten. Aber die Stadtverwaltung ließ dieses Vorhaben quasi platzen: Denn sie zog die Vorlage zurück, sodass Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes (SPD) diesen Tagesordnungspunkt schon streichen wollte. Da aber alle Fraktionen außer der CDU einen gemeinsamen Antrag zu diesem Themenkomplex eingereicht hatten, gab es dann doch eine Diskussion.

Harald Kroll (SPD) äußerte sein Unverständnis über diese Haltung der Verwaltung, zumal diese den Kita-Plänen aus Ronsdorf nicht negativ gegenüber gestanden hätte. „Wollen die im Rathaus jetzt Zeit schinden und Spielraum bekommen für eine eventuell geplante Wohnbebauung?“, fragte er in der Sitzung. Da schon lange bekannt sei, dass in Ronsdorf dringend Kita-Plätze gebraucht würden, liefe die Zeit davon. Deshalb wurde auch der Antrag vorgelegt, in dem SPD, Grüne, Linke, WfW und FDP die Stadt auffordern, schnellstmöglich die Planung für eine Bebauung mit einer Tagesstätte für Kinder (sechs Gruppen) zu beginnen.

Wie geht es mit dem Grundstück der ehemaligen Katholischen Grundschule weiter?Wie geht es mit dem Grundstück der ehemaligen Katholischen Grundschule weiter? ©Jo Budde

Und die CDU? Sie brachte zum wiederholten Male den von ihr favorisierten Standort Rehsiepen (das SonntagsBlatt berichtete) in die Debatte ein. Jana Hornung als Fraktionssprecherin berichtete von Gesprächen mit der CDU-Ratsfraktion in der Winterpause, von einer erneuten Ortsbesichtigung mit dem Fazit, dass man sich am Rehsiepen eine Kita mit sechs Gruppen und ein Familienzentrum sehr gut vorstellen könnte. „In einem Familienzentrum werden die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt, hier gebe es frühkindliche Förderung, Integration, Bildung für Familien und das ganze Umfeld.“ Ein weiterer Pluspunkt für den Rehsiepen: Das Grundstück gehöre der Stadt und läge im Grünen.

Verwundert reagierten die anderen Fraktionen auf diesen Diskussionsbeitrag, hatte sich die BV einmütig in ihrer Oktober-Sitzung für eine Kita an der Holthauser Straße ausgesprochen. Jana Hornung wollte das so nicht stehen lassen. Man habe einem Prüfauftrag für den Standort Holthauser Straße zwar zugestimmt, aber immer deutlich gemacht, dass die CDU den Rehsiepen für besser halte. Bevor es aber keine Kita gebe, dann lieber eine an der Holthauser Straße. Aber: „Die Holthauser Straße ist nicht ohne Alternative.“

Letztlich stimmte die Ronsdorfer Bezirksvertretung – außer der CDU-Fraktion – dem Antrag zu. Nun ist die Stadtverwaltung erneut am Zug. (dol)

» Dieser Artikel ist zuerst erschienen im SonntagsBlatt 8/2018.

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