23.03.2017

Bedürfnisse Bewegung Entspannung Freizeit Pferde Tiere

High-Tech in der Pferdewelt

Gedanken zu Führanlage, Laufband, & Co. ...

Bei Lexa Voss auf dem Begegnungshof ‚In der Espe‘ bekommen große und kleine Menschen die Möglichkeit achtsam den Hof dem Hof lebenden Tieren zu begegnen. Artgerechte Haltung ist die Voraussetzung für die Mensch-Tier Kontakte. Was sie darunter versteht, beschreibt sie sehr anschaulich:

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Manchmal habe ich das Gefühl, dass den Menschen die Natur der Pferde gar nicht (mehr) bewusst ist. Oder ihre eigene Natur. Oder die Natur überhaupt.
Pferde sind Lauftiere.

Bewegung ist für sie essentiell wichtig. Nicht nur damit sie körperlich ausgelastet sind, mal durchschnaufen und sich beschäftigen können, sondern weil bei jedem Auffußen jeden Hufs, die sogenannte „Hufpumpe“ aktiviert wird, die das Blut aus den Pferdebeinen wieder zurück Richtung Herz schickt.

Viel zu oft stehen Pferde stundenlang leider immer noch in kleinen Boxen oder Paddocks. Einige davon mit angelaufenen Beinen, manche zeigen Verhaltensauffälligkeiten wie Weben, Koppen, abnormale „Zungenspiele“, Aggression, Holz knabbern, an Gitterstäben mit den Zähnen entlang fahren, ….
Abhilfe soll hier z. B. eine Führmaschine schaffen. Eine runder oder ovaler Apparat, mit einzelnen Parzellen, in die man sein Pferd stellen kann. Und dann darf es laufen. Runde um Runde um Runde im Kreis.
Wenn es stehen bleibt, wird es von hinten von einem Treibgitter berührt, damit es weiter läuft.
Bewegung garantiert – und vielleicht sogar besser als noch eine Stunde mehr in der Box zu stehen…

Natürlich? Eher nicht…
(Für eine Reha Maßnahme finde ich so etwas noch einigermaßen akzeptabel – wobei es da sicher auch noch andere Möglichkeiten gäbe… .)

Naturgemäß gehören Pferde in eine Herde, wo sie Platz zum (freiwilligen) Laufen haben, mit Artgenossen spielen können, ihre Hufpumpe ganz von selbst aktiviert wird und das Leben schön ist. Statt Führanlage oder Laufband gemeinsam mit dem Pferd zu laufen – das ist eine schöne Bewegungsmöglichkeit und stärkt zusätzlich noch die Beziehung. Das Pferd in einen Paddock Trail, einen Aktivstall umziehen lassen, in dem sich Pferde den ganzen Tag über „einfach so“ bewegen und glücklich sind.

Am verwundertsten war ich wirklich einmal, als ich an einem „konventionellen“ Reitstall beobachten konnte, wie eine Dame mit ihrem Pferd 45 Minuten (!!) in der Warteschlange für die Führanlage steht, um es anschließend in selbige zu stecken. Ich war nahezu sprachlos.

In diesem Sinne: Zurück zur Natur (des Pferdes)!

Kontaktinfos:

Lexa Voss
In der Espe 21
45529 Hattingen
www.pferden-natuerlich-begegnen.de

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