03.06.2016

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Werden die Förderschulen in Wuppertal ausgeblutet?

Die FDP greift die von Eltern und Lehrern von Förderschulen geäußerte Kritik an der deutlichen Verschlechterung der Förderbedingungen an den Förderschulen seit Umsetzung der Inklusion in NRW auf und möchte zur kommenden Sitzung des Schulausschusses Auskunft zu den Wuppertaler Verhältnissen.

Karin van der Most„Wiederholte Untersuchungen und Umfragen zum Beispiel von VBE über GEW bis zur Studie der Humboldt-Universität belegen unisono massive Kritik an den unzulänglichen Rahmenbedingungen der Umsetzung der Inklusion in NRW“, so Karin van der Most, schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. Laut Schulministerium wurden innerhalb eines Schuljahres 75 Förderschulen geschlossen. Gleichzeitig wird aus den verbleibenden Förderschulen Personal abgezogen, so dass sich dort die Förderbedingungen rapide verschlechtern.

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van der Most: „An der Christian Morgenstern Schule in Wuppertal beispielsweise ist die Schüler-Lehrer-Relation um 7 Stellen gekürzt worden. Das entspricht einer Kürzung von rund 20 Prozent. Zwar können die Schulen Mehrbedarf anmelden, der muss aber in jedem Jahr neu beantragt werden und wird zudem extrem kurzfristig bewilligt, was jede Personalplanung schwierig macht.“

 

Zudem scheint die Anerkennung von Mehrbedarfen für die folgenden Schuljahre nicht mehr gesichert zu sein. „Damit würden die bisher guten Förderbedingungen künftig nicht mehr möglich sein“, kritisiert van der Most.

 

„Ein weiteres Problem stellen die Rückkehrer von den Regelschulen dar. Ab der dritten Klasse füllen vermehrt Schulformwechsler aus den Regelschulen die Klassen in den Förderschulen auf. Daher wollen wir mit unserer Großen Anfrage von der Verwaltung in Erfahrung bringen, wie sich in den letzten drei Schuljahren an den Förderschulen in Wuppertal die Schülerzahlen und die Zahl der Lehrerstellen im Verhältnis dazu entwickelt haben?“, so van der Most. „Die Rechnung der Landesregierung, sie könne die Sonderpädagogen aus den Förderschulen abziehen, weil diese Schulen durch Inklusion künftig nicht mehr nachgefragt werden, scheint nicht aufzugehen.“

 

„Wir wollen auch in Erfahrung bringen, welche Schulwechsel es von den allgemeinbildenden Schulen zu Förderschulen gibt und ob es hier auch bereits Bewerberüberhänge an einzelnen Förderschulen gibt. Da diese Daten alleine in Wuppertal nicht vorliegen dürften, wenden wir uns mit der Bitte an die Verwaltung, alle notwendigen Informationen beim Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW anzufragen. Nach Vorliegen aller Antworten werden wir beraten, mit welchen Schritten auf Landesebene und kommunaler Ebene die beste Förderung erreicht werden kann“, so van der Most abschließend.

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