20.01.2016

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Onlineshop der WSW muss schließen!

Die Freien Demokraten im Rat der Stadt Wuppertal fordern die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) auf, ihr umstrittenes Internetangebot für den Verkauf von Haushaltsgeräten und Energiesparlampen einzustellen.

im_Rat_der_Stadt_Wuppertal„Es ist nicht Aufgabe einer städtischen Tochter wie den WSW, dem Wuppertaler Einzelhandel Konkurrenz zu machen“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Alexander Schmidt. „Im Rahmen einer Energieberatung ist es für uns durchaus vorstellbar, dass die WSW eine Empfehlungs-Liste mit energiesparenden Produkten ihren Kunden aushändigen. Weiter vorstellbar ist es, dass die WSW klare Kaufempfehlungen abgeben, jedoch dann bitte mit eindeutigem Verweis auf den hiesigen Einzelhandel, bei dem man die aufgelisteten Produkte käuflich erwerben kann.“

Die Freien Demokraten kritisieren auch die Kooperation der WSW mit der Grünspar GmbH aus Münster für ihr Onlinehandelsangebot.

„Die WSW verweisen immer darauf, dass sie eine lokaler Anbieter seien und in Wuppertal Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen und sichern“, so Schmidt. „Wenn man auf der einen Seite Kunden zum Verbleib mit der lokalen Verantwortung überzeugen will, passt es einfach nicht, mit einem Internetangebot eines Münsteraner Anbieters dem Wuppertaler Einzelhandel Konkurrenz zu machen; zumal diese Konkurrenz unfairer nicht sein könnte.“

Manfred Todtenhausen, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender, befürchtet sogar, dass der Wettbewerb, der sich gegen den Wuppertaler Handel und gegen das Handwerk richtet, für die WSW kontraproduktiv sein könnte: „Welcher Unternehmer sollte von seinem Wettbewerber Strom und Gas beziehen? Ich könnte mir vorstellen, dass betroffene Unternehmen den Anbieter wechseln und somit weniger lokalorientiert handeln. Es ist vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis die WSW Kaffee und Textilien in ihre Produktpalette mit aufnehmen?!“

Während der Onlinehandel für die WSW nach eigenem Bekunden derzeit nur ein Nischenangebot darstellt, leben in Wuppertal inhabergeführte Unternehmen von dem Verkauf der im Onlineshop angebotenen Produkte. Schmidt: „Es darf einfach nicht sein, dass eine städtische Tochter zum hiesigen Einzelhandel in einem Unternehmensfeld, was es schließlich bereits in Wuppertal gibt, in Konkurrenz tritt. Die Stadtwerke tragen nämlich nicht in gleichem Maße das unternehmerische Risiko, wie es die Wuppertaler Einzelhändler es tun.“

Nach Ansicht der FDP sollen sich die Stadtwerke auf ihr Kerngeschäft der Daseinsvorsorge konzentrieren.

„Alles andere ist ein Kampf von David gegen Goliat, denn er schadet nicht zuletzt aufgrund der ungleichen Risikoverteilung den Wuppertaler Unternehmen“, so Schmidt und Todtenhausen abschließend.

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Kommentare

  1. Avenger sagt:

    Wie einfältig Politiker doch sind…

    Als ob der Wuppertaler Einzelhandel jetzt vor Online-Konkurrenz sicher ist.

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