30.11.2015

80 Jahre nach den Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen

Konferenz über gewerkschaftlichen Widerstand. Mit einer öffentlichen Abendveranstaltung 4. Dezember 2015 19:30 Uhr (FZH Campus Freudenberg, HS 1) gemeinsam mit dem DGB Düsseldorf-Bergisch Land: Erinnerungspolitik und Nationalsozialismus aus Sicht der Gewerkschaften - Reiner Hoffmann, DGB-Bundesvorsitzender

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Konferenz: Gewerkschaften, Arbeiterbewegung und
Nationalsozialismus – Universität Wuppertal 12/15 Campus Freudenberg
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Hans Böckler Stiftung; Universität Wuppertal; Ruhr Universität Bochum
04.12.2015-05.12.2015, Wuppertal, Universität Wuppertal

Erinnerung ist, wie die Geschichtsschreibung zu bestimmten Epochen und
Ereignissen, umkämpftes Terrain. Eine Politik der Erinnerung wird damit eine Frage von Analyse, Interpretation und Perspektive. Dabei wird die Frage der Verantwortung auf Seiten von Herrschenden wie Beherrschten immer wieder diskutiert.

Von besonderer Bedeutung in der deutschen Geschichte ist dies im Falle
des Nationalsozialismus. Die Gewerkschaften und die Arbeiterbewegung
(mitsamt ihren unterschiedlichen Fraktionen) waren von ihm in besonderer Weise be- und getroffen. Um ihre Verfolgung und Zerschlagung durch die Nationalsozialisten, um ihre Rolle im Widerstand und um den gescheiterten Versuch der Gewerkschaften, ihre Organisationen durch einen Kurs der Anpassung zu erhalten, hat es häufig durchaus kontroverse Debatten gegeben.

Die Tagung unternimmt eine Bestandsaufnahme zu Forschungen über die
Arbeiterschaft im Kontext einer Gesellschaftsgeschichte
Nazi-Deutschlands (Vortrag Michael Schneider). Sie will zu einer
differenzierten Bestandsaufnahme und Diskussion des Forschungsstands zu Verfolgung, Widerstand und Anpassung in dieser Zeit gelangen (etwa
anhand der Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse vor 80 Jahren). Und sie
soll einen Beitrag zur Diskussion der Frage leisten, welche Bedeutung
Nationalsozialismus, Verfolgung, Widerstand und Anpassung für das
Selbstverständnis der Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung nach 1945 hatten.

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FREITAG
13:00 Imbiss

13:30 Begrüßung
Prof. Dr. Lambert T. Koch,
Rektor der Bergischen Universität Wuppertal
Prof. Dr. Heinz Sünker,
Sprecherausschuss der Vertrauensdozent/innen der Hans-Böckler-Stiftung
Dr. Wolfgang Jäger,
Geschäftsführer der Hans-Böckler-Stiftung

14:00 Integriert? Arbeiter und Arbeiterbewegung im Nationalsozialismus
Prof. Dr. Michael Schneider

15:30 Kaffeepause

16.00 Podiumsdiskussion zum gewerkschaftlichen Widerstand
Dr. Willy Buschak
Dr. Stefan Heinz
Prof. Dr. Siegfried Mielke, Freie Universität Berlin
Dr. Stephan Stracke,
Verein zur Erforschung der sozialen Bewegung des Wuppertals
Moderation und Einführung:
Dr. Dieter Nelles, Ruhr-Universität Bochum

18.00 Imbiss

19.30 Öffentliche Abendveranstaltung (FZH, HS 1) gemeinsam mit dem DGB
Düsseldorf-Bergisch Land
Erinnerungspolitik und Nationalsozialismus aus Sicht der Gewerkschaften
Reiner Hoffmann, DGB-Bundesvorsitzender

Samstag

9.30 Überläufer? „Nationale Sozialisten“ in den Gewerkschaften
PD Dr. Detlev Brunner, Universität Leipzig

10.30 Die Gewerkschaften und die NS-Vergangenheit nach 1945
Dr. Kristina Meyer, Universität Jena

11.45 Die Bedeutung des Widerstands in der IG-Metall
Dr. Gregor Kritidis

13.00 Mittagspause

14.00 Die Erinnerung an den Widerstand in den Gewerkschaften
Gespräch mit Vertretern und Vertreterinnen der Gewerkschaften
Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen, Gewerkschaft ver.di
Chaja Boebel, IG Metall
Egbert Biermann, IG Bergbau, Chemie, Energie
Moderation und Einführung: Prof. Dr. Stefan Berger

15.30 Schlusswort

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