16.07.2015

dossierdöppersberg

VDI-Frauen besichtigten die Baustelle Döppersberg

Die Arbeiten auf der einzigartigen Großbaustelle liegen im Plan

Fib-Frauen besichtigten die Großbaustelle Döppersberg in Wuppertal

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Das Wetter spielte nicht mit, trotzdem ließen sich ein Dutzend VDI-Mitglieder nicht abhalten, zusammen mit dem AK Frauen im Ingenieurberuf (fib) die Baustelle Döppersberg im Zentrum von Wuppertal zu besichtigten. Regen fiel auf das Areal, das mit rund 60 000 m² Gesamtfläche eines der größten innerstädtischen Bauprojekte in Deutschland sein dürfte. 2014 wurde es begonnen, 2018 sollen alle Maßnahmen beendet sein.

Die Projektleiterin der Stadt Wuppertal Dipl.-Ing. Martina Langer führte die VDIler über die Baustelle, die das Zentrum von Wuppertal-Elberfeld nachhaltig verändern wird, und nannte beeindruckende Zahlen: Für die Absenkung der B7 werden zurzeit rund 3000 Meter Bohrpfähle und 1200 Meter Daueranker werden verbaut, die Erdarbeiten liegen bei rund 100 000 m³. Hinzu kommen 25 400 m² Asphaltfahrbahn und 8 600 m² Pflasterarbeiten. Der zweite Schwerpunkt, der Bau eines Parkdecks und einer Einkaufsmall , verschlingt rund 6 200m³ Beton nur für die Fundamente.

Die Kosten werden zurzeit auf gut 140 Millionen Euro veranschlagt und liegen im Plan, wie Langer erklärte.. Zu den umfangreichen Maßnahmen gehören die Verlegung des Busbahnhofes, die Tieferlegung der B 7, die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, der Bau eines neuen Parkdecks für den Hauptbahnhof und ein großes Geschäftshaus, das von einem Investor betrieben werden soll. Bisher wurden schon 70 000 m³ Erde ausgehoben, damit hat die Baustelle ihren tiefsten Punkt erreicht. Um die Arbeiten zügig und störungsfrei voranzutreiben, wurde der Verkehrsknotenpunkt Döppersberg für den Autoverkehr gesperrt, eine Maßnahme, die in Wuppertal lange umstritten war, sich jetzt aber- von einigen neuralgischen Punkten abgesehen – erstaunlich gut bewährt. Die B7 soll 2017 wieder befahrbar sein. Die AK-Vorsitzende Sabine Grinda wird nächstes Jahr einen weiteren Termin organisieren, um die Fortschritte der Baustelle in Augenschein zu nehmen. Außerdem wurde eine Wette abgeschlossen: Wenn die Baustelle termingerecht fertig wird, werden die VDIler einen ausgeben, andernfalls wird die Bauingenieurin zu einem Gläschen einladen.

Die Zahlen auf einen Blick:

Die Baustelle umfasst im Ganzen ca. 60.000m². Darin sind alleine für die Erneuerung der Straßenflächen 35.000m², 7200m² Plätze, 7100m² Busbahnhof und 2700m² Verkaufsfläche in der Bahnhofsmall enthalten.

Absenkung der B7 /Bahnhofstraße:

  • Stützmauer entlang der B7: ca. 3.000 m Bohrpfähle DN90, 1.700 m2 Vorsatzschale, 1.200 m Daueranker
  • Brückenbauwerke:  400m2 Spannbetonüberbau, 1.400 m2 Stahlbetonüberbau,  4.700 m3 Konstruktionsbeton (Widerlager und Stützwände)
  • In Summe  100.000 m3 Erdarbeiten
  • 000 m3 Massivabbruch
  • 400 m2 Asphaltfahrbahn
  • 600 m2 Pflasterarbeiten

Parkdeck / Mall:

  • Erdarbeiten:
  • 32.500 m³ Boden lösen, laden, entsorgen BK 3-5, Zulagen für BK 6 und 7
  • 3.100 m³ Asphaltaufbruch der Plätze ausbauen, laden und entsorgen
  • 2.900 m³ Bauwerksanfüllung einschl. Lieferung.
  • Betonarbeiten:
  • 6.200 m³ Beton der Fundamente und Bodenplatten einschl. Schalung
  • 3.950 m² Stahlbetoninnen- und Außenwände einschl. Schalung d=25cm – 40 cm
  • 16.150 m² Stahlbetondecken einschl. Schalung d = 40cm – 80 cm, einschl. Vouten
  • 450 m Stahlbetonstützen rechteckiger u. runder Querschnitt, verschiedene Abmessungen
  • 2.700 t Betonstahl, BSt 500 S und BSt 500 M und ca. 82 t Baustahl – Formstahl

 

 

 

 

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