10.10.2014

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döpps105 – Schwarzbuch 2014, aktuelle Termine

döpps105 berichtet über die Vollversammlung vom 08.10.2014. Zwei Themenblöcke beherrschten das döpps105-Treffen – der Satzungsbeschluss vom 30.09.2014 und der Eintrag im Schwarzbuch 2014.

Der Satzungsbeschluss, den die Wuppertaler Stadtverordneten am 30.09.2014 zum Döppersberg gefasst haben, beschließt die Verwaltungsvorlage und  ist auch nachträglich anzuschauen – im Rats-TV.

Die Kritik im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler (BdSt) ist klar und deutlich formuliert. Im dortigen Schlusssatz heißt es: „Kostenwahrheit, -transparenz und solide Finanzierung sind beim Umbau Döppersberg auf der Strecke geblieben.“

Umbau ja - aber bitte bezahlbar!Umbau ja – aber bitte bezahlbar!

döpps105: Bestätigung der eigenen Kritikpunkte

döpps105 sieht sich dadurch in den eigenen Kritikpunkten Kostendeckel statt Kostensteigerungen, Planungsfehler und Intransparenz am Um-/Ausbau Döppersberg bestätigt und will weiterhin nicht träge, unpolitisch und feige sein, sondern auch in Wuppertal für ein Leben streiten, das es wert ist, gelebt zu werden. Dazu gehört ganz sicher nicht ein neuer Döppersberg, den Wuppertal sich finanziell nicht leisten kann.

döpps105: Gemengelage ist nicht alternativlos

döpps105 bewertet die Gemengelage Döppersberg nicht als alternativlos und fordert weiter eine vorausschauende Projektplanung  – für Wuppertaler/innen und Gäste!

  1. döpps105 fordert einen Döppersberg-Umbau im Gesamtkontext – nicht bloß reduziert auf  die Verlegung des Busbahnhofs, Ladenbrücke statt Unterführung und Primark-Kubus. Auch die Bundesbahndirektion ist ein prägender Teil des historischen Gebäudeensembles und böte hinreichend Platz für weiteren Konsum, wenn man die Fußgängerzone denn zum Bahnhof verlängern und dafür weitere Leerstände an anderen Stellen der Stadt riskieren will. döpps 105 erkennt nicht, dass die Ansiedlung wegen Angebotsmangels erfolgt. Sie ist investorengesteuert!
  2. UNSER Tor zur Stadt soll nicht der – umstrittene – Textildiscounter Primark sein. Die Machbarkeit des Döppersberg-Um-/Ausbaus damit zu verknüpfen gleicht einer städtebaulichen und finanzpolitischen Bankrotterklärung! Wissen muss zu einem anderen Handeln führen – in der eigenen Kaufentscheidung und (Lokal)Politik!
    Was wäre denn, wenn der Ankermieter Primark nicht kommt? Dann empfängt die Wuppertaler und Gäste zukünftig ein großer freier Platz – mit Blick zur Stadt!
  3. UNSER Tor zur Stadt soll zum bestehenden, den Döppersberg prägenden Umfeld passen, d. h. zum Wuppertal Institut  – mit Elektromobilität/erneuerbarer Energieerzeugung und zum Bahnhofsgebäude – mit CO2-freiem Umweltbahnhof.
  4. Der Bahnhofsplatz soll aufgewertet werden – für Wuppertaler/innen und Gästte. Dabei ist sicherzustellen, dass die Landes-Fördermittel nicht gefährdet werden.

 

döpps105 fragt nach

  1. Bleibt es bei der B7-Sperrung auch, wenn die Einzelhändler Einbußen im für sie so existenziellen Weihnachtsgeschäft beklagen?
  2. Ist sichergestellt, dass sämtliche durch das Projekt Döppersberg-Um-/Ausbau verursachten (Mehr)Kosten tatsächlich diesem Projekt zugeordnet werden? Erfolgte dies zB auch bezgl. der Kosten für die Einrichtung der drei Ersatzbus-Haltestellen und geändertem Müll-Abfahrrhythmus der AWG? Wie sind die Kreisel und Ampeln an Steinbeck und Tannenbergstraße und ggf. deren Rückbau eingepreist?
  3. Durch Umfahrungen veranlasste Mehr-Kosten- und Zeitaufwand trägt jede/r Einzelne. Politik und Verwaltung setzen auf  Ortskenntnis und Kreativität der Wuppertaler /innen – und vermutlich verzweifeln nicht nur Auswärtige! Werden Umleitungen ausgewiesen zB von der Briller Straße/dem Robert-Daum-Platz zum Neumarkt und Cinemaxx oder der Umstieg auf die Schwebebahn aktiv angeboten?
  4. Welche Maßnahmen wurden zum Schutz vor einer Überflutung der tiefergelegten B7 angesichts des aktuell zum wiederholten Male überfluteten ebenen Robert-Daum-Platzes geplant?

 

Die nächsten döpps105-TERMINE sind

am Dienstag, 18.11.2014 um 19 Uhr
– ein Jahr nach dem Ratsbeschluss über die 35 Mio. € Mehrkosten (zugleich Verdoppelung des von der Stadt Wuppertal – also von uns ALLEN – zu leistenden Eigenanteils) – findet die nächste döpps105-Vollversammlung statt – in der Alten Feuerwache, Gathe.

am Samstag, 22.11.2014
– wird es einen Aktionstag des Bündnisses zum Jahrestag geben.
Details dazu folgen.

döpps105-Aktive und natürlich auch Gäste sind – wie immer – herzlich willkommen!

 

Weitere TERMINE bewirbt döpps105 ausdrücklich – für UNSER Wuppertal

zum TTIP-Wochenende:

Freitag,   10.10.2014 um 20 Uhr
–  FILM im Wandelgarten: „For the next 7 generations“

Samstag, 11.10.2014 um 11 Uhr
–   DEMO mit Aktionen & Unterschriftensammlung
–   
Gartenarche-STREUOBSTVERKAUF, Hardt,

Sonntag,  12.10.2014 um 16 Uhr
– VORTRAG/DISKUSSION von/mit Andrea Dornisch, Zivilcourage
mit Lokalbezug: „In welchem Wuppertal möchten Sie leben?“


Samstag, 26.10.2014  um 11.00 Uhr – politisches Frühstück
„Tödliche Textilien – untragbar“ im Tacheles, ehemals Loher Bahnhof, Rudolfstr.

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Kommentare

  1. Ulrike Mös sagt:

    Die Stadt Wuppertal ist stolz auf ihren Sohn Friedrich Engels.
    Engels hat die damaligen Misstände der Arbeitsbedingungen und ihre
    Auswirkungen angeprangert. Sein Ziel war, sie zu beheben. Z.B. mussten
    5jährige Kinder 13 Stunden täglich arbeiten (Zuarbeiten der Webstühlen)
    und Erwachsene 18 Stunden mit einer Lebenserwartung von unter 35 Jahren
    (Siehe Historisches Museum Wuppertal).

    Es wirkt sehr verlogen, stolz auf Engels als Wuppertaler Ehrenbürger
    zu sein und dann gleichzeitig genau eine Firma zu akzeptieren, die die
    damaligen Probleme der Industriellen Revolution heute in die Dritte Welt
    verlagert hat.

  2. Ulrike Mös sagt:

    Erinnert Ihr euch noch an den Schmetterlingseffekt. Es geht in jeden Winkel.
    Hier aus der Perspektive Quartiersbildung Nordstadt:

    Das AZ muss an der Gathe bleiben!

    Das AZ ist ein städtebaulich wichtiges Gebäude und darf nicht
    abgerissen werden.
    Das AZ deckt einen Teil der Kultur/Jugendkultur ab, um den sich keine
    andere Organisatiuon kümmert.

    Die Isamlische Gemeinde möchte keinen Verdrängungswettbewerb. Ansonsten
    wären sie in ihrer Religionsausübung auch nicht glaubwürdig.
    Es besteht eine Scheu für einene Gegenbesuch, aber unbegründet.
    Zur Abbau von Vorurteilen hatten sie selbst zum Tag der offenen Moschee
    eingeladen.
    Auf der anderen Straßenseite wäre genug freier Raum für ein islamisches
    Kultur/Sozialzentrum etc.. Die Moschee ist innen liebevoll mit
    Spendengeldern und osmanischer Kunst ausgestaltet. Sie müsste nur nach
    oben erweitert werden.

    Die Gathe kann verschmälert werden, mit Fahrradweg und Alleebäumen, zu
    einem attraktiver Ort. Die Viadukt am Ende der Gathe vor der Uhlendahler
    Straße läßt nur zwei Spuren zu und ist KEIN Nadelöhr!
    Wir haben einen Verkehr von 150.000 Einwohnern weniger als die Staße
    ausgelegt ist.

    Sollte die Stadt nun den Ausverkauf um Döpps weiterbetreiben und seinen
    Fokus auf den Ökonomischen Teil legen, würde wieder ein städtebaulich
    identitätsgebendes Gebäude fallen. Jeder weitere Verlust schmälert die
    Attraktivität Wuppertals unwiderruflich.

    Ohne Kaufkraft keine Kunden.
    Ohne FairPlay keinen Konsum.
    Ohne Attraktivität keine Besucher.

    Auch die Rechte Sczene versucht Kapital daraus zu schlagen.

    Wenn die Politik hier versagt, kann weder Polizei noch Verwaltung die Schäden
    ausbügeln.

    Am 18.11. hat das AZ zu einer Demonstration um 15:00 Uhr am Bhf aufgerufen.
    Die Veranstaltung ist kostenlos.

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