19.06.2014

Begegnungsstätte Alte Synagoge Citykirche Ev. Kirchenkreis Lennep Evangelischer Kirchenkreis Wuppertal Hermann Zivi Jakob Schatz Jörg Martin Kirschnereit LaSalle-Streichquartett Ruth Forsbach Synagogenmusik Thomas Laske Walter Levin

Ein seltenes Kunsterlebnis: Synagogenmusik für Chor, Bariton und Violine

Das 20jährige Jubiläum der Begegnungsstätte Alte Synagoge bietet am kommenden Sonntag die Gelegenheit zu einem seltenen Kunsterlebnis: Synagogale Musik jüdischer Komponisten für Chor, Bariton und Orgel, dargeboten u.a. von Thomas Laske von den Wuppertaler Bühnen

 

Der Bariton Thomas Laske ist ein vielseitiger Interpret von Chormusik sowie Opern- und Liedgesang. Foto: privatDer Bariton Thomas Laske ist ein vielseitiger Interpret von Chormusik sowie Opern- und Liedgesang. Foto: privat

Aus Anlass ihres 20jährigen Bestehens hat die Begegnungsstätte Alte Synagoge Anfang 2014 ein Chorprojekt mit synagogaler Musik ins Leben gerufen und Interessierte zur Teilnahme aufgerufen. Am kommenden Sonntag, 22. Juni um 18 Uhr, werden in der CityKirche Elberfeld nun die Ergebnisse dieses Projekts in einem öffentlichen Konzert präsentiert. Für die sehr anspruchsvollen Solopartien konnten der Wuppertaler Bariton Thomas Laske (Wuppertaler Bühnen) und als Violinist Jakob Schatz vom Sinfonieorchester gewonnen werden. Die Orgelpartien übernimmt Jörg Martin Kirschnereit. Die künstlerische Leitung hat die Remscheider Kirchenmusikdirektorin Ruth Forsbach.

Im 19. Jahrhundert entstand in den Synagogen Europas eine reiche „geistliche“ Musik. Sie folgte den ästhetischen Bedürfnissen emanzipierter und akkulturierter der Juden, die sich in ihrer religiösen Praxis zunehmend am christlichen, besonders protestantischen Gottesdienst orientierten. So hielt z.B. die Orgel Einzug in die Synagoge – auch in den Synagogen von Elberfeld (1865) und Barmen (1897). Es wurden – sehr zum Verdruss strenggläubiger Juden – gemischte Chöre in den Gemeinden gegründet, und der Kantor musste nicht nur jüdisch-liturgisches Liedgut beherrschen, sondern auch eine professionelle Gesangsausbildung nachweisen.Der Elberfelder Oberkantor Hermann Zivi (1867-1943) komponierte sogar selbst und gründete einen Synagogenchor. Mit Elberfelds renommiertem Rabbiner Dr. Joseph Norden gab Zivi  ein Gesangbuch eigens für die Gemeinde heraus. Die bekanntesten Komponisten jüdischer Synagogalmusik waren zu dieser Zeit Louis Lewandowski und Salomon Sulzer. Ihre Musik bedeutete eine Blütezeit dieser Musikrichtung.

Oberkantor Hermann Zivi, fotgrafiert von seinem Enkel Walter Levin, dem Gründer des weltberühmten LaSalle-Streichquartetts. Im Vordergund die Kamera, die in der Dauerausstellung in der Begegungsstätte zu sehen ist. Oberkantor Hermann Zivi, in Wuppertal fotografiert von seinem Enkel Walter Levin, dem Gründer des weltberühmten LaSalle-Streichquartetts. Im Vordergund die Kamera, die in der Dauerausstellung in der Begegungsstätte zu sehen ist.

Auf dem Programm des Konzerts in der evangelischen CityKirche stehen Kompositionen von Hermann Zivi und Louis Lewandowski, aber auch Choräle aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendessohn Bartholdy und das berühmte und tief berührende „Kol Nidre“ von Max Bruch. Sie dürfen sich auf ein besonderes Kunsterlebnis freuen. Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Termin: Sonntag, 22. Juni 2014, 18.00 Uhr

Ort: CityKirche Elberfeld, Kirchplatz

Eintritt: 10,00 Euro

Veranstalter: Evangelische Kirchenkreis Lennep und die Begegnungsstätte Alte Synagoge mit Unterstützung des Referats Kultur und Musik des Kirchenkreises Wuppertal.

Kontakt u. Information: www.alte-synagoge-wuppertal.de; E-Mail: info@alte-synagoge-wuppertal.de

 

 

 

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