30.08.2012

Agentur für Arbeit Wuppertal Arbeitslosenquote Arbeitsmarkt Ausbidungsmarkt Jugendarbeitslosigkeit Kräftebedarf

Arbeitsmarkt im Zeichen der Sommerferien

1.666 Wuppertaler mehr arbeitslos als vor einem Jahr Arbeitslosenquote steigt auf 12,2 Prozent Jugendarbeitslosigkeit steigt saisonbedingt Ausbildungsmarkt: 307 freie Ausbildungsstellen, 665 Jugendliche suchen Lehrstelle

„Der heimische Arbeitsmarkt steht auch im August ganz im Zeichen der Sommerferien. Die Arbeitslosenzahl stieg in diesem Monat noch einmal an, weil sich eine große Zahl junger Menschen gemeldet hat, die auf den Beginn des Studiums, des Bundesfreiwilligendienstes oder auf eine Ausbildung warten. Sie wissen bereits, wann es für sie weitergeht und haben sich nur vorübergehend arbeitslos gemeldet. Hinzu kommen aber auch noch Ausbildungsabsolventen, die nach der Prüfung nicht übernommen wurden und jetzt auf der Suche nach einer passenden neuen Beschäftigung sind“, erklärt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Wuppertal die Situation auf dem Arbeitsmarkt der Region.

 

Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote steigt in Wuppertal von 12,1 im letzten Monat auf aktuell 12,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie im August noch 11,3 Prozent.

 

Mehr Arbeitslose

Im August sind in Wuppertal 21.238 Menschen arbeitslos, dies sind 53 mehr als im Juli und 1.666 mehr als vor einem Jahr. Davon werden 4.388 von der Agentur für Arbeit Wuppertal und 16.850 vom Jobcenter Wuppertal betreut.

 

Jugendarbeitslosigkeit gestiegen

Die Jugendarbeitslosigkeit ist noch einmal kräftig gestiegen. Im August suchten 2.479 junge Menschen einen Job, 120 mehr als im Juli und 22 mehr als vor einem Jahr.

 

Nachfrage nach Arbeitskräften geringer als im letzten Jahr

Im Ferienmonat August ist die Nachfrage nach Arbeitskräften gesunken. Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wuppertal wurden in diesem Monat insgesamt 669 Stellen von Arbeitgebern aus Wuppertal neu gemeldet. Das waren zwar mehr als im Juli, aber 18,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.

In Wuppertal werden derzeit insbesondere Fachkräfte in der elektrischen Betriebstechnik, in der Metallbearbeitung, in der Lagerwirtschaft, im Maschinenbau, in der Bauelektrik, in der Werkzeugtechnik, im Holz- und Möbelbau sowie in der Chemie- und Pharmatechnik gesucht. Darüber hinaus gibt es Jobangebote für Bürofachkräfte, Busfahrer, Verkäufer, Servicekräfte in der Gastronomie und im Hotel, Krankenpfleger, Maler und Lackierer, Sozialarbeiter, Berufskraftfahrer, Medizinische Fachangestellte, Erzieher, Friseure, Kranführer, Altenpfleger, Steuerberater, Fachkräfte für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und Maschinen- und Anlagenführer. Aber auch angelernte Kräfte haben durchaus Chancen, beispielsweise im Aus- und Trockenbau, in der Lagerwirtschaft oder Metallbearbeitung, in der Elektrotechnik, in der Gastronomie oder Buchhaltung.

 

Ausbildungsmarkt

„Wir befinden uns im Endspurt auf das Ziel“, sagt Martin Klebe zum aktuellen Ausbildungsmarkt. Seit Beginn des Berichtsjahres (1. Oktober 2011) bis August hat der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Wuppertal 1.759 Berufsausbildungsstellen eingeworben, ein Minus im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent oder 72 Stellen. Die Zahl der Bewerber und Bewerberinnen stieg dagegen an. Von Oktober 2011 bis Ende August 2012 meldeten sich insgesamt 2.952 Bewerber und Bewerberinnen bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Wuppertal, 6,2 Prozent (172 junge Männer und Frauen) mehr als im Vorjahreszeitraum.

„Unsere Berufsberatung ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für die Jugendlichen, wenn es um die Berufswahl und Berufsorientierung geht“, sagt Martin Klebe. „Auch nach dem Ausbildungsbeginn am 1. September gehen unsere Bemühungen für die Jugendlichen weiter. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir in den nächsten Tagen jedem Jugendlichen ein Angebot machen“, verspricht Martin Klebe.

Bisher sind noch 307 Ausbildungsstellen unbesetzt, das sind 24,8 Prozent oder 61 mehr als vergangenes Jahr. 665 Jugendliche zählen derzeit noch zu den unversorgten Bewerbern und Bewerberinnen, das sind 144 oder 27,6 Prozent mehr als im August 2011.

Weitere Infos gibt es im statistischen Arbeitsmarktreport oder Ausbildungsmarkttelegramm.

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