Tag der offenen Tür im Klärwerk Buchenhofen

Am 30. Juni: Infos über Abwasserreinigung, Klärschlammentsorgung, erneuerbare Energie, Forschung sowie Experimente und Unterhaltung am größten Standort des Wupperverbandes

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Wo wird nicht nur Abwasser wieder gereinigt, sondern auch Schlamm verbrannt? Wo werden Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugt und neue Verfahren getestet?

Die Antwort lautet: Am Standort Buchenhofen des Wupperverbandes in Wuppertal, auf dem sich das Klärwerk Buchenhofen und die Schlammverbrennungsanlage (SVA) des Verbandes befinden.

Am 30. Juni 2012 von 11.00 bis 16.00 Uhr lädt der Wupperverband zur Besichtigung der 35 Hektar großen Anlage in Buchenhofen (Buchenhofen 45, 42329 Wuppertal) ein. Bei diesem Tag der offenen Tür bieten sich viele spannende Einblicke rund um Abwasserreinigung, Klärschlammentsorgung, Energiemanagement und aktuelle Forschung.

Rundgang in Buchenhofen

Zentrales Thema ist natürlich die Abwasserreinigung im Klärwerk Buchenhofen. Ein Rundweg wird die Besucher an den verschiedenen Reinigungsstufen vorbeiführen, vom Rechenhaus und Sandfang, zu den Vorklärbecken, Belebungsbecken und Nachklärbecken bis zur letzten Stufe, der Flockungsfiltration. Bei der Abwasserreinigung entsteht Klärschlamm, der in der SVA verbrannt wird. Wie das funktioniert, stellt der Wupperverband mit Infotafeln und einem Faltblatt vor. Aus Sicherheitsgründen kann die SVA nur von außen besichtigt werden. Auch das Abwasserlabor und der Betrieb Becken und Netze des Verbandes sowie die Werkstätten im Klärwerk Buchenhofen werden ihre Arbeit vorstellen.

Der Verband nutzt im Klärwerk Buchenhofen Klärgas, Wasserkraft und Sonnenenergie und deckt mit einer Stromerzeugung von jährlich 10 Mio. Kilowattstunden rund drei Viertel seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. Die SVA erzeugt mit ihrer neuen Dampfturbine pro Jahr bis zu 8,2 Mio. Kilowattstunden „grünen Strom“, das sind rund 80 Prozent ihres Strombedarfs.

Aktuelle Forschung im Klärwerk

Darüber hinaus ist das Klärwerk Buchenhofen ein Forschungsstandort. Der Wupperverband und weitere Partner untersuchen, wie in der Flockungsfiltration mit Hilfe von Pulveraktivkohle organische Spurenstoffe und Arzneimittel entfernt werden können. Diese Spurenstoffe sind heutzutage schon in geringsten Konzentrationen messbar.

Bei dem Projekt INNERS geht es darum, wie man die im urbanen Wasserkreislauf vorhandenen Energiepotenziale nutzen kann. Am Standort Buchenhofen soll hierzu ein lokales Wärmeverbundnetz getestet werden.

Informationen, Experimente und Unterhaltung

Abgerundet wird das Programm beim Tag der offenen Tür von den Angeboten externer Partner: Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW Ortsverband Wuppertal) stellt sich mit einem Fahrzeug vor. Die Energieagentur NRW bringt das Energieberatungsmobil mit und beantwortet Fragen rund um das Thema Energie im Alltag. Das NaturGut Ophoven bietet Experimente zum Thema erneuerbare Energie für Kinder an. Clown Ötti wird für die Unterhaltung von Groß und Klein sorgen. Darüber hinaus gibt es weitere Spiele und Rätsel sowie Speisen und Getränke.

Informationen zum Tag der offenen Tür sind auf der Internetseite www.wupperverband.de zu finden.

Das Klärwerk Buchenhofen

Bereits im Jahr 1906 hatten die Städte Barmen und Elberfeld erste Anlagenteile des Klärwerks Buchenhofen in Betrieb genommen. Heute ist es das größte Klärwerk des Wupperverbandes. Pro Jahr werden hier rund 50 Mio. Kubikmeter Abwasser aus Wuppertal (außer Ronsdorf und Cronenberg) sowie aus einem kleinen Teil der Stadt Schwelm gereinigt. Das Klärwerk hat eine Ausbaugröße von 600.000 Einwohnerwerten (Einwohner und so genannte Einwohnergleichwerte aus Industrie und Gewerbe).

In der Schlammverbrennungsanlage (SVA) Buchenhofen (Inbetriebnahme 1977) werden die Klärschlämme aus Wupperverbands-Klärwerken sowie von externen Partnern verbrannt. In den 2 Wirbelschichtöfen der SVA werden pro Jahr rund 120.000 Tonnen entwässerte Klärschlämme bei Temperaturen um 850 Grad Celsius verbrannt.

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Quelle: Wupperverband

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