11.05.2012

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Wuppertaler Literatur Biennale 2012. Freiheit – „Arabischer Frühling“

Autoren aus Ländern des „Arabischen Frühlings“ sind Gäste der Wuppertaler Literatur Biennale - Samar Yazbek (Syrien), Chalid al-Chamissi (Ägypten) und Abbas Khider (Irak)

Die syrische Autorin Samar Yazbek ist am 6. und 7. Juni 2012 Gast der Wuppertaler Literatur Biennale.

Im Jahr nach dem „Arabischen Frühling“ stellt die Wuppertaler Literatur Biennale, die erstmals vom 6. bis 16. Juni 2012 stattfinden wird, alle Lesungen und Foren unter das Thema Freiheit!

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Der „Arabische Frühling“ erhält einen Programmschwerpunkt:
Eröffnet wird die Wuppertaler Literatur Biennale am 6. Juni 2012 mit der syrischen Autorin Samar Yazbek und dem ägyptischen Autor Chalid al Chamissi. Beide Autoren werden am darauffolgenden Abend, dem 7. Juni 2012 in einer Lesung vorgestellt, die der Journalist Kersten Knipp moderieren wird. Der irakische Autor Abbas Khider ist am 14. Juni in Wuppertal zu Gast. In den ihren Lesungen anschließenden Autorengesprächen werden die gegenwärtige Situation in ihren Heimatländern und die Rolle der Literatur in der Revolution Themen sein.

Die syrischen Autorin Samar Yazbek hat 2011 über Monate die Protestbewegung ihres Heimatlandes protokolliert und in dem Buch „Schrei nach Freiheit“ veröffentlicht. Sie berichtet aus dem Inneren der syrischen Revolution. „Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe“ – mit diesem Vorsatz beginnt Samar Yazbek unmittelbar nach Ausbruch der syrischen Revolution ihr Tagebuch über die Protestbewegung. In der alawitischen Gemeinschaft wird sie fortan als Verräterin betrachtet, diffamiert und bedroht. Dennoch geht sie unerschrocken auf die Straße, reist durch das Land, schreibt auf, was sie sieht und hört. Immer wieder erreichen sie Nachrichten von Toten, von Verletzten, von der Verhaftung von Freunden. Sie spricht mit Demonstranten ebenso wie mit Polizisten, befragt aus der Haft entlassene Dissidenten. Bald gerät sie selbst ins Visier des Geheimdienstes. Sie wird mehrmals verhaftet und misshandelt. Inzwischen lebt Samar Yazbek im Exil in Paris.

Chalid al-Chamissi (c)Markus Kirchgessner

Chalid al-Chamissi aus Ägypten bietet mit seinen Erzählungsband „Im Taxi“ Einblick in das vorrevolutionäre Ägypten. „Im Taxi“ plaudert, diskutiert, feilscht und streitet Chalid al-Chamissi mit Fahrern, die im kleinen öffentlichen und doch abhörfreien Raum ihrer Wagen ihren Frust über das korrupte Regime und die allgegenwärtigen Missstände in Ägypten loswerden – mit immerhin einem Zuhörer: ihrem Fahrgast.
“Wer wissen will, unter welchen Bedingungen die Ägypter bisher zu leben hatten und warum sie die Revolution wollten, der lese dieses Buch.“ (FAZ, Kersten Knipp)

Der irakische Autor Abbas Khider floh 1996 nach einer Verurteilung aufgrund „politischer Gründe“ und einer zweijährigen Gefängnisstrafe aus dem Irak. Von 1996 bis 1999 hielt er sich als illegaler Flüchtling in verschiedenen Ländern auf und lebt seit 2000 in Deutschland. 2010 wurde er mit dem renommierten Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis geehrt. In seinem Roman „Die Orangen des Präsidenten“ schildert Khider das Leben in seiner Heimat Irak in den 80ern und frühen 90ern und deckt darin den Zusammenhang der Probleme innerhalb der arabischen Welt mit Diktatur und sozialen Missständen, wie ihn aktuelle politische Entwicklungen vor Augen führen, auf.

Der irakische Autor Abbas Khider

6. Juni 2012, 19:30 Uhr, Stadthalle Wuppertal
Eröffnung Wuppertaler Literatur Biennale 2012
„Unsere Waffe sind unsere Träume.“ (Sheik Imam)

Arabischer Frühling und die Literatur
Mit Chalid Al-Chamissi (Ägypten) und Samar Yazbek (Syrien)
Moderation: Asli Sevindim, Vortrag: Dr. Michael Lüders
Lesung: Juliane Ledwoch, Musik: Schönberg Ensemble der Musikhochschule, Werner Dickel (Leitung)

Donnerstag, 7. Juni 2012, 19.30 Uhr, Café Ada, Wuppertal
Auf die Straße

Chalid Al-Chamissi liest aus „Im Taxi“
Samar Yazbek liest aus „Schrei nach Freiheit“

Autoren als Protagonisten des Arabischen Frühlings
Moderation und Autorengespräch: Kersten Knipp

Donnerstag, 14. Juni 2012, 19.30 Uhr, Viertelbar, Wuppertal
Abbas Khider liest aus „Die Orangen des Präsidenten“

>> Eine Veranstaltung des Kath. Bildungswerkes Wuppertal/Solingen/Remscheid in Kooperation des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen e.V. in Kooperation mit der Wuppertaler Literatur Biennale <<

Veranstalter
Das Kulturbüro der Stadt Wuppertal

Initiatoren
Die Wuppertaler Literatur-Institutionen – Literaturhaus Wuppertal e.V., die Goethe Gesellschaft/Wuppertal, die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, die Armin T. Wegner Gesellschaft, der Verband Deutscher Schriftsteller/Bergisches Land und NRW, die GEDOK Bergisches Land, die Universität Wuppertal/Fachbereich Germanistik gemeinsam mit dem Kulturbüro der Stadt Wuppertal.

Das gesamte Programm wird veröffentlicht über
www.wuppertaler-literatur-biennale.de


Vorverkauf

Eintrittskarten zu allen Veranstaltungen können über www.wuppertaler-literatur-biennale.de gebucht werden. Die Eintrittspreise liegen zwischen 3 € und 12 €. Es gibt auch gebührenfreie Veranstaltungen.

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