06.07.2011

Insolvenz Konkurs Schließung Schwelmer Brauerei

Schwelmer Brauerei schließt im September

Am 30. September wird in der traditionsreichen Braustätte in der Nachbarstadt Schwelm das letzte Bier gebraut. Das gab Insolvenzverwalter Manfred Gottschalk heute bekannt, wie die Wuppertaler Rundschau auf ihrer Homepage berichtet.

Von der Schließung sind 32 Mitarbeiter betroffen. Gottschalk hatte die Leitung des Betriebs 2009 übernommen, nachdem der Inhaber Insolvenz angemeldet hatte. Obwohl seitdem eine sechsstellige Summe in die Modernisierung des Unternehmens investiert worden war, gelang es in der Folgezeit nicht, einen Investor zu finden.

Die Ursprünge der „Schwelmer Biermanufaktur“ reichen zurück bis ins Jahr 1830. Als im Jahr 2000 der damalige Eigentümer Veltins die Schließung der Braustätte ankündigte, übernahm die Familie Lohbeck das Unternehmen. Es folgten Investitionen von 14 Millionen Euro, die jedoch nicht verhindern konnten, dass Rolf Lohbeck 2009 Insolvenz beantragen musste.

Das Unternehmen hatte sich immer wieder auch in Wuppertal engagiert, z.B. durch das Sponsoring des NRW-Tages 2008 und den Vertrieb der Marke „Trassengold“, mit der die Wuppertalbewegung und der Bau der Nordbahntrasse unterstützt wird.

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Quellen: Wuppertaler Rundschau, Homepage Schwelmer Brauerei
Foto: Frank Vincentz (Lizenz CC BY-SA 3.0)

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Kommentare

  1. Schade, dass die Brauerei nicht gerettet werden konnte. Die Vielfalt geht verloren. Wicküler wird heute in Dortmund gebraut.

  2. Nicht nur ein „Stück“ Schwelms, sondern auch des Bergischen Landes …
    „Leute, trinkt, genießt oder verschenkt diese letzte Bergische Braukunst, bevor sie, wie alle anderen zuvor, endgültig und unwiderruflich den Bach runter bzw. über die Wupper geht.“

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