GLS-Geldgipfel: vom ökologischen Fußabdruck zum Handabdruck

Wirtschaft-heute dient vielfach nur noch der Profitmaximierung von nur Wenigen. Wirtschaft sollte den Menschen und dem Gemeinwohl dienen. Ethisches Wirtschaften könnte man auch belohnen.

gemeinsame PM der Gemeinwohl-Ökonomie-Regionalgruppen Düsseldorf, Niederrhein sowie Ennepe, Ruhr und Wupper:

Vom ökologischen Fußabdruck zum Handabdruck

Unter diesem Motto stand der Geldgipfel der GLS-Bank Stiftung am 21./22.5.2016. Zum 2. Mal hatte die GLS-Bank Stiftung zum Geldgipfel eingeladen. Die Universität Witten/Herdecke bot einen inspirierenden Rahmen. Das zentrale Thema war, den Handabdruck all jener Bürger*innen bewusst zu machen, für die Wirtschaft den Zweck hat, ökologische, soziale und kulturelle Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen.

Wie ist die heutige Realität?

Heute ist es legal, dass insbesondere sehr große, weltweit agierende Unternehmen dafür Mensch und Mitwelt „verbrauchen“ (schädigen!) und sich nicht dem Gemeinwohl, sondern dem eigenen Profit verpflichtet fühlen. Darf das denn richtig sein? Eine Kurskorrektur ist hier überfällig!
Auch Banken bedienen wie selbstverständlich Geschäftsfelder, die mit den originären Kerngeschäften der Geldanlage und Kreditvergabe kaum noch etwas zu tun haben. Müssen diese Banken mit Steuergeldern gerettet werden?

Was sagt die Verfassung?

Verfassungsrechtlich ist festgeschrieben, dass Wirtschaft den Menschen und dem Gemeinwohl dienen soll. Ethisch wirtschaften – das ist das Gegenteil von Maßlosem Wachstum und Gewinnmaximierung um jeden Preis.

Die Wirtschaft wieder vom Kopf auf die Füße stellen

Das wollen auch Menschen in Wuppertal und der Region und engagieren sich zu diesem Thema in vielfältigen Initiativen.

 

Kooperation statt Konkurrenz„Kooperation statt Konkurrenz“ 5 Jahre GWÖ – auch in NRW

Ein Ansatz ist die Gemeinwohl-Ökonomie

Sie gibt Impulse zum UmDenken. Diese griff auch die Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper auf und wurde aktiv. Kriterien zur Bewertung der Qualität des Wirtschaftens sind „weiche“ Faktoren, die derzeit  monetären Interessen nachgeordnet sind. Vorgestellt wurde auch die Gemeinwohl-Ökonomie beim Geldgipfel und fand in diesem Rahmen großen Anklang. Wie sehr die Wirtschaft inzwischen auf den Kopf gestellt ist, veranschaulichte der österreichische Lehrstuhlinhaber und Autor Christian Felber in seinem Impulsvortrag nebst Tanzeinlage.

5 Jahre Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) – auch in NRW

Auch in hier sind Regionalgruppen aktiv
Beim Geldgipfel mit dabei waren auch Vertreterinnen von drei in der Region aktiven Regionalgruppen:
 die Region Ennepe, Ruhr & Wupper wurde durch Beate Petersen vertreten,
 für die Regionalgruppe Düsseldorf und Umgebung war Maria Henkys zugegen,
 und für die Region Niederrhein und Umgebung war Susanne Ebrahim vor Ort.

Terminhinweis und Einladung

Wer mehr dazu erfahren mag, merke sich gerne Samstag, den 11.6.2016 ab 16:00 Uhr vor. Dann wird auch in NRW das fünfjährige Jubiläum der GWÖ gefeiert – gemeinsam. Veranstaltungsort ist die HSD (Hochschule Düsseldorf, Gebäude 4). Details folgen.

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Kommentare

  1. Thomas Schlupek sagt:

    Schön, dass Sie (bea) nach dem inhaltlichem Beitrag zur Diskussion fragen. Diesen vermisse ich bei Ihnen sehr, sehr häufig. Konkret meine ich den inhaltlichen WERT Ihrer Beiträge und den gesellschaftlichen Nutzen Ihrer Beiträge. Daran mangelt es erheblich.

    Außerdem finde ich Ihre Frage vermessen, da Sie auf andere Fragen selbst nicht eingehen. Meist die, bei denen Sie in die Bredouille / Erklärungsnot kommen. Dieses Vorgehen wird auch in den Kommentaren hier wieder deutlich.
    Siehe in diesem Zusammenhang auch meine Kommentare in BEA-Artikeln des 31.12.15 oder 22.01.16 (Initiative döpps 105 auf njuuz.de).

    1. Bea sagt:

      .: Sehr geehrter Herr Schlupeck,

      Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein Beispiel dafür, wie ethisches Wirtschaften bewertet, verglichen und belohnt werden kann. Dies hat m.E. einen erheblichen gesellschaftlichen Nutzen. Der Artikel war verbunden mit einer Terminankündigung, die jede/r hätte annehmen können, der sich damit inhaltlich hätte auseinandersetzen wollen. Eben dieser inhaltlichen Diskussion habe ich mich bisher gestellt und werde dies auch weiter tun. Inhaltliche Aussagen zu vorstehendem Artikel erkenne ich in Ihrem Kommentar jedoch nicht, wohl aber Beschimpfungen und Unterstellungen. Auf Letztere werde ich nicht eingehen. Die Ressource Zeit ist mir dafür zu wertvoll und im BI-Engagement sehr viel besser eingesetzt.

      Dazu zählt auch die BI döpps105. Was Ihr mehrfach zu einem döpps105-Artikel eingestellter Kommentar mit ethischem Wirtschaften/der Gemeinwohl-Ökonomie zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Es macht keinen Sinn, die verschiedenen Initiativen-Medieninformationen zu vermischen, nur weil dieselbe Autorin diese einstellt. Die jeweiligen PM sind mit den entsprechenden BI-Logos gekennzeichnet, BI-intern abgestimmt und nicht meine persönliche Meinung.

      Gleichwohl nehme ich zu Ihren Anm. bezgl. döpps105 kurz Stellung
      – allerdings unter dem döpps105-Artikel vom 22.1.2016, wo es inhaltlich Sinn macht, s. unter http://www.njuuz.de/beitrag33589.html

      Erlauben Sie mir zwei Fragen: Welchen inhaltlichen Beitrag trägt Ihr Kommentar zur Diskussion bei? Sie sind ehrenamtlich aktiv für…?

  2. Stefan sagt:

    Diese „Gemeinwohlwirtschaft“ trägt einen Grund-Widerspruch in sich. Einerseits lehnt sie die Profitorientierung ab, andererseits will sie das gewünschte Verhalten belohnen
    Belohnung braucht aber nur der Profitorientierte! Der wirklich Gemeinwohlorientierte braucht keine Belohnung. Ausführlicher sind die Irrtümer der Gemeinwohlökonomie hier behandelt. http://www.bgebge.de/index.php/sonstige-wirtschftsthemen/71-gemeinwohloekonomie.

    Ein fundierterer Ansatz für Ökologie und Gerechtigkeit ist ein bedingungsloses Grundeinnkommen für alle, hierzu gibt es demnächst eine interessante Veranstaltung in der Wuppertaler Färberei: http://www.faerberei-wuppertal.de/kultur-detail/items/podiumsdiskussion-ueber-ein-bedingungsloses-grundeinkommen.html

    1. Bea sagt:

      Der angegebene link führt auf die Seite der GWÖ/Gemeinwohl-Ökonomie, ist aber verbunden mit dem Hinweis „Die angeforderte Seite „/de/content/ein-wirtschaftsmodell-mit-zukunft“ wurde nicht gefunden.“ Wer mehr wissen will, stöbere einfach in anderen Menuepunkten der Seite http://www.ecogood.org.
      GWÖ und BGE/bedingungsloses Grundeinkommen schließen sich keineswegs aus, sondern ergänzen sich. Beides sind Denkanstöße für einen Paradigmenwechsel. Die Gemeinwohl-Ökonomie setzt auf Kooperation und Gemeinwohl – beides ist auch die Basis des BGE. Die heutige Art des Wirtschaftens hat einen anderen Schwerpunkt – mehr Profit, koste es was es wolle. Mensch und Mitwelt aber gehören in den Fokus – wie bei GWÖ und BGE.
      BEIDE – im Artikel wie auch im Kommentar beworbenen – Veranstaltungen bieten wichtige Impulse und ich wünsche für BEIDES viel Erfolg!

  3. Jörg Belter sagt:

    Ich bin Unternehmer und führe mein Unternehmen nach den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns. Dies beinhaltet auch den respektvollen Umgang mit meinen Mitarbeitern. Wenn ich dann solche Ausführungen wie die Ihre lese, wird mir schlecht! Sie scheren alle Unternehmer und unternehmerisches Handeln über einen Kamm. Das ist geistige Brandstiftung. Wohin das führt, sehen wir aktuell in Venezuela – und in Deutschland hatten wir das auch schon mal. Sie sollten sich schämen!

    Zugleich habe ich Ihre Ausführungen zum Anlass genommen, mich mit Ihrer Vita zu befassen. Leider muss ich feststellen, dass da nicht viel nützliches für unsere Gesellschaft ist. Ich behaupte, ich stifte als Arbeitgeber deutlich mehr Nutzen als Sie. Und ich befürchte, dass am Ende bei Ihnen lediglich venezuelanische Verhältnisse heraus kämen.

    1. Bea sagt:

      Unternehmer*innen, die ihr Unternehmen nach den Prinzipien des ehrbaren Kaufmannes führen, gebührt mein Respekt! Auch der Artikel sagt dazu nichts anderes aus. Ihre Vorwürfe vermag ich deshalb weder inhaltlich nachzuvollziehen noch gegen meine Person. Sowohl beruflich als auch ehrenamtlich engagiere ich mich für die Gesellschaft – im Sinne von Mensch und Mitwelt.
      Möglicherweise sind aber auch Sie als Unternehmer nicht damit einverstanden, dass es für etliche multinationale Unternehmen inzwischen üblich ist, einerseits Arbeitskräfte, Mitwelt und Infrastruktur vor Ort zu nutzen, zugleich aber Ausgaben zu minimieren und Steuern zu optimieren, um (eigene) Gewinne zu maximieren.
      Damit sind selbstverständlich nicht die Unternehmen gemeint, die lokal verwurzelt sind, (eigen)verantwortlich handeln und ihren (Steuer-)Beitrag für mehr Gemeinwohl leisten. Das geht unstreitig bereits weit über bloße Profitmaximierung hinaus.
      Monetäre und nicht monetäre Impulse von Unternehmen für die Gesellschaft vor Ort und weltweit dürfen wir gerne mehr in den Fokus nehmen. Dazu zählen gerechte Steuern auf vor Ort erzielte Wertschöpfung ebenso wie respektvoller Umgang mit Mensch und Mitwelt. Diese Kriterien in Bezug zu allen Berührungsgruppen eines Unternehmens sowie auch die Folgen für die Gesellschaft insgesamt zu hinterfragen, ist m.E. ein durchaus ehrenwerter Ansatz.

      1. Sandra Welther sagt:

        Eine typische Petersen-Antwort. Worthülsen über Worthülsen und keine Antwort auf einen Kommentar.

        @ Jörg Belter: nicht aufregen! Das ist sie nicht wert

        1. Bea sagt:

          Wo ist der inhaltliche Beitrag zur Diskussion?

      2. Giesbert sagt:

        Mein Gott, was für ein langweiliges Geschwafel.

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