Politik
 |  | 15.4. | 

Plant Bahn das Bergische Land wieder von der ICE-Verbindung abzuhängen?

15.04.2018 13:56

Der bergische FDP-Bundestagsabgeordnete Manfred Todtenhausen kritisiert die Überlegungen der Deutschen Bahn, den ICE nach Berlin nur noch jede zweite Stunde in Wuppertal halten zu lassen. Dadurch würde die Zahl der ICE-Halte im Bergischen Städtedreieck halbiert werden.

„Mit über 620.000 Menschen im Städtedreieck gehören wir zu einer der bevölkerungsreichsten Regionen in Deutschland. Diese Pläne der Deutschen Bahn zeigen leider wieder einmal einen absoluten Mangel an Wertschätzung des Bergischen Landes durch die Bahnführung“, zeigt sich Todtenhausen verärgert.

Die Deutsche Bahn plant derzeit, ab 2021 einen neuen ICE-Sprinter einzurichten, der nur noch in Köln, Hannover und Berlin hält. Um hierfür die nötigen Gleiskapazitäten frei zu bekommen, soll die Hälfte der bisher in Wuppertal haltenden ICE-Verbindungen nur noch durch das Ruhrgebiet geführt und das Bergische damit von diesen Verbindungen abgekoppelt werden. Einen entsprechenden Bericht hat am 14.04.18 die Westfalenpost veröffentlicht.

„Ich hoffe, dass es frühzeitig ein gemeinsames Signal der drei bergischen Städte sowie der Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus Remscheid, Solingen und Wuppertal geben wird, dass wir uns diesen Umgang durch die Deutsch Bahn nicht gefallen lassen“, so Todtenhausen.

Manfred Todtenhausen MdB ©Manfred Todtenhausen


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1 Kommentar zu „Plant Bahn das Bergische Land wieder von der ICE-Verbindung ...“
  1. Klaus sagt:

    Klar, wenn man daran gewöhnt ist, will man so einen Stundentakt nicht mehr hergeben. Allerdings muss es schon in Deutschland mehr Sprinter geben, Frankreich macht es vor! Und es bleiben ja auch noch zusätzliche Intercitys auf der Strecke. Übrigens: Braunschweig, Magdeburg und Potsdam sind zusammen ähnlich groß und dort hält überhaupt kein ICE zwischen Berlin und Köln…. Am besten wäre natürlich, alle diese Städte (Wuppertal, Solingen , Hagen auch) stündlich anzubinden und zusätzlich viele Sprinter fahren zu lassen, aber so viele Züge hat die Bahn nicht und die Strecken sind auch irgendwann voll. Also müsste man eben politisch für eine wirklich erstklassige Bahn kämpfen. Man müsste durchsetzen, dass die Bahn einen massiven finanziellen Ausgleich für die Benachteiligung der letzten Jahrzehnte gegenüber dem Auto erhält. Dass wäre ein politisch richtig dickes Brett! Welcher Politiker ist bereit, die Bohrung zu starten??!

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