SmartGuide: Planungs- und Betriebsgrundsätze für intelligente Stromnetze

Unter der Leitung von Prof. Dr.- Ing. Markus Zdrallek wird in den kommenden Jahren in einem europäischen Forschungsprojekt das Potenzial von intelligenten Systemen in europäischen Verteilnetzen untersuchen.

Beim Kick-off-Termin des Projekts Mitte Juli: (untere Reihe v.l.n.r.) Prof. Markus Zdrallek, Kevin Cibis und Sebastian Harnisch (alle drei Bergische Universität Wuppertal) sowie Ricardo Ferreira (INESC); (obere Reihe v.l.n.r.) Robert MacDonald (Smarter Grid Solutions), André Madureira (INESC), Pedro Almeida (Smarter Grid Solutions), Andrei Morch (SINTEF) und Julian Wruk Beim Kick-off-Termin des Projekts Mitte Juli: (untere Reihe v.l.n.r.) Prof. Markus Zdrallek, Kevin Cibis und Sebastian Harnisch (alle drei Bergische Universität Wuppertal) sowie Ricardo Ferreira (INESC); (obere Reihe v.l.n.r.) Robert MacDonald (Smarter Grid Solutions), André Madureira (INESC), Pedro Almeida (Smarter Grid Solutions), Andrei Morch (SINTEF) und Julian Wruk ©Bergische Universität

Der Lehrstuhl für elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal unter der Leitung von Prof. Dr.- Ing. Markus Zdrallek wird in den kommenden drei Jahren in einem europäischen Forschungsprojekt das Potenzial von innovativen Technologien und intelligenten Systemen in europäischen Verteilnetzen untersuchen. Das Projekt SmartGuide verknüpft die Kompetenzen norwegischer, portugiesischer, schottischer und deutscher Forschungsinstitute, um einen international gültigen Leitfaden für die Planung und den Betrieb von Verteilnetzen mit Hilfe von Smart Grid-Lösungen zu formulieren. Die Bergische Universität leitet den Forschungsverbund. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert die Arbeit von Prof. Zdrallek und seinem Team mit etwa 570.000 Euro.

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Um die energie- und klimapolitischen Ziele der Europäischen Union zu erreichen, müssen die Stromverteilnetze eine kontinuierlich wachsende Anzahl von dezentral einspeisenden, regenerativen Energiewandlungsanlagen aufnehmen.

„Durch die immer weiter ansteigende fluktuierende Einspeisung insbesondere von Photovoltaik- und Windenergieanlagen werden viele Stromverteilnetze immer weiter an die Grenzen ihrer Aufnahmekapazität gebracht. Unter diesen Rahmenbedingungen eignen sich Smart Grids, sprich intelligente Stromnetze, um eine kosteneffiziente Anpassung der Verteilnetze an die neuen Anforderungen zu realisieren“, erklärt der Projektkoordinator Sebastian Harnisch.

Aufgrund der jeweiligen historischen, regulatorischen und geografischen Rahmenbedingungen seien von Land zu Land unterschiedliche Planungs- und Betriebskonzepte entstanden. „Im Rahmen dieses europäischen Forschungsprojekts werden daher neue, vereinheitlichte Planungs- und Betriebsgrundsätze für europäische Smart Grids entwickelt, die künftige Herausforderungen durch Einspeiser und neuartige Lasten wie Elektrofahrzeuge berücksichtigen“, so der am Projekt beteiligte Wissenschaftler Kevin Cibis.

Der Lehrstuhl für elektrische Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität konnte zum Ende des ersten Halbjahres 2016 bereits das Forschungsprojekt PuBVerteilung erfolgreich abschließen.

Im Rahmen dieses Projektes wurden erstmals verallgemeinerte Planungs- und Betriebsgrundsätze für ländliche Verteilnetze in Deutschland mit einem hohen Anteil regenerativer Einspeisung aufgestellt. Diese Arbeiten werden nun zusammen mit den Projektpartnern INESC TEC (Portugal), Smarter Grid Solutions (Großbritannien), SINTEF Energi AS (Norwegen) und Skagerak Nett AS (Norwegen) auch auf europäischer Ebene weitergeführt. Damit legen die Projektpartner in den nächsten drei Jahren den Grundstein für einen zielgerichteten Einsatz innovativer Smart Grid-Technologien in der Planung europäischer Verteilnetze.

Zusätzlich stehen den Forschungsinstituten noch vier weitere assoziierte Netzbetreiber zur Seite, die eine Analyse und Validierung der Ergebnisse anhand realer Verteilnetze ermöglichen. Das Projekt ist Teil der ERA-Net Smart Grids Plus-Initiative im europäischen Rahmenprogramm Horizont 2020.

Pressemitteilung der Bergischen Universität Wuppertal

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